aap ist ein global tätiges Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Berlin. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vermarktet Produkte für die Orthopädie im Bereich Trauma. Dabei fokussiert sich aap mit ihren innovativen und patentgeschützten Plattformtechnologien und Produkten auf bislang noch unzureichend adressierte Bedürfnisse und Herausforderungen in der Traumatologie. Das Unternehmen verfügt über insgesamt drei Plattformtechnologien: Das anatomische Plattensystem LOQTEQ® (seit 2011 erfolgreich am Markt), die antibakterielle Silberbeschichtungstechnologie (im Zulassungsprozess) und die resorbierbare Magnesiumimplantat-Technologie (in der Entwicklung). Das aktuell vermarktete patentgeschützte Portfolio umfasst neben den innovativen LOQTEQ® Produkten  raumakomplementäre Biomaterialien sowie ein weites Spektrum an Lochschrauben und Standard-Platten und -Schrauben.


15.08.2018 | Das zweite Halbjahr dürfte spannend werden

aap hat gestern Halbjahreszahlen veröffentlicht. Nach einem Umsatzrückgang von rund 10% im ersten Quartal, konnte im zweiten Quartal dagegen ein Wachstum von >13% erzielt werden. Dadurch bliebt der Umsatz zum Halbjahr mit 5,4 Mio. € nahezu unverändert. Damit konnte aap im zweiten Quartal mit 2,7 Mio. € das obere Ende der Prognose von 1,8-3,0 Mio. € erreichen. Wachstumstreiber im zweiten Quartal war zum einen das Geschäft in Deutschland und zum anderen das internationale Geschäft. In Deutschland machen sich nun die Vertriebsaktivitäten der Vergangenheit, wie beispielsweise die Listung bei wichtigen deutlichen Klinikgruppen bemerkbar. Im internationalen Geschäft konnten Geschäftsbeziehungen mit bestehenden Kunden ausgebaut und neue Kunden dazu gewonnen werden. Auf der anderen Seite entwickelte sich das US-Geschäft nicht wie gewünscht, da einerseits keine neuen Verträge mit globalen Partnern abgeschlossen werden konnten. Andererseits kam es durch Veränderungen durch einen Endkunden zu temporäre negativen Umsatzeffekten im zweiten Quartal. Nach einem leichten Rückgang der Traumaumsätze im ersten Quartal konnte nun im zweiten Quartal ein Wachstum von >17% erzielt werden. Das EBITDA war mit -1,5 Mio. € im zweiten Quartal dagegen weiterhin negativ, konnte sich aber leicht von -1,6 Mio. € im Vorjahr leicht verbessern. Damit konnte man auch beim EBITDA das obere Ende der Spanne (-1,9 bis -1,4 Mio. €) erreichen. Zum Halbjahr lag das EBITDA bei -3,1 Mio. € nach -3,3 Mio. € ein Jahr zuvor. 

 

Zugleich legte das Unternehmen weiter den Fokus auf die Vorbereitungen für die klinische Humanstudie im Bereich Silberbeschichtungstechnologie. Noch in diesem Jahr strebt aap den Start der Studie an. Hierzu investierte das Unternehmen beispielsweise im ersten Halbjahr 1 Mio. €. Da das Unternehmen jedoch für die weitere Entwicklung des Geschäftsjahres für den nordamerikanischen Markt etwas zurückhaltender ist, wird nun das untere Ende der Umsatz- (13-15 Mio. €) bzw. Ergebnisprognose (-5,0 bis -3,4 Mio. € erwartet. Dennoch steht dies am unteren Ende für ein Wachstum in der zweiten Jahreshälfte von rund 40% und zeigt damit die aufkommende Umsatzdynamik die aaperwartet. Gelingt es dem Unternehmen, diese Dynamik für die kommenden Jahre aufrecht zu erhalten und die Silbertechnologiestudie erfolgreich zu starten, dürfte aap im kommenden Jahr dem Break-Even sehr nahe kommen und sich für große Player in der Branche äußerst interessant machen.