AT&S ist europäischer Marktführer und weltweit einer der führenden Hersteller von hochwertigen Leiterplatten und IC-Substraten. AT&S industrialisiert zukunftsweisende Technologien für seine Kerngeschäfte Mobile Devices & Substrates sowie Automotive, Industrial und Medical. AT&S verfügt über eine globale Präsenz mit Produktionsstandorten in Österreich (Leoben, Fehring) sowie Werken in Indien (Nanjangud), China (Shanghai, Chongqing) und Südkorea (Ansan nahe Seoul) und  beschäftigte im Geschäftsjahr 2017/18 im Jahresdurchschnitt 9.981 Mitarbeiter.


10.11.2018 | Starke Entwicklung aber vorerst Margenhoch in 2018/19 erreicht

AT&S hatte Ende Oktober Zahlen für die erste Jahreshälfte veröffentlicht, nachdem das Unternehmen zuvor bereits die Jahresprognose angehoben hatte. So konnte der Umsatz in den ersten 6 Monaten um 6,4% auf 516,9 Mio. € gesteigert werden und im zweiten Quartal wurde ein Wachstum von 3,1% auf 294,8 Mio. € erzielt. Treiber dazu waren höhere Umsätze im Segment Mobile Devices & Substrates. Dort konnten die Umsätze um 11,4% bzw. 5,7% - maßgeblich durch höhere Produktionsvolumina im chinesischen Werk in Chongqing - gesteigert werden. Hierbei verzeichnete der Produktbereich IC-Substrate eine sehr gute Nachfrage. Das Segment Automotive/Industrial/Medical entwickelte sich beim Umsatz leicht rückläufig um 2,7% bzw. 3,4%. Während der Bereich Medical & Health eine deutlich höhere Nachfrage  verzeichnete, entwickelten sich die anderen beiden Teilbereiche schwächer. Die rückläufige Entwicklung im Bereich Automotive sieht man jedoch als temporäre Schwäche. Zudem beeinflussten negative Währungseffekte den Gesamtumsatz des Konzerns mit 15,3 Mio. € bzw. 3,1%. Dem gegenüber standen jedoch um 6,3 Mio. € höhere Umsätze durch die Neuanwendung des Bilanzierungsstandards IFRS 15.

 

Das EBITDA entwickelte sich wie bereits im ersten Quartal weiter sehr dynamisch. So konnte dieses im zweiten Quartal um 15,5% auf 86,3 Mio. € gesteigert werden, wodurch die EBITDA-Marge auf 29,3% anstieg. Zum Halbjahr stand damit ein EBITDA-Plus von 32,5% auf 138,3 Mio. € bei einer EBITDA-Marge von 26,8% zu Buche. Zurückzuführen ist dies auf eine Ergebnisverbesserung in Chongqing - dort befand man sich im Vorjahr noch in der Anlaufphase - sowie ein besserer Produktmix bei IC-Substraten. Auf der anderen Seite waren die sonstigen Erträge durch Wechselkurseffekte positiv beeinflusst. Auch für das dritte Quartal erwartet der Vorstand eine sehr gute Entwicklung, wobei das vierte Quartal wie immer saisonal schwächer verlaufen dürfte.  

 

Aufgrund des technologischen Wandels sieht AT&S nun im Bereich IC-Substrate einen geeigneten Zeitpunkt um weitere Investitionen am chinesischen Standort zu tätigen. Dafür will das Unternehmen in den kommenden 2-3 Jahren insgesamt bis zu 160 Mio. € in weitere Kapazitäten investieren, wobei erste Umsätze daraus ab dem zweiten Quartal 2019/20 generiert werden sollen. Der rump up bis zu den vollen Kapazitäten solle 6-9 Monate andauern. Es wurde hierzu aber auch betont, dass man nun aufgrund des bestehenden Know-hows aus der ersten Ausbaustufe eine deutlich bessere Lernkurve aufweisen werde. Anders als ursprünglich erwartet, sieht das Management zum aktuellen Zeitpunkt beim neuen Technologiestandard mSAP jedoch noch nicht den Punkt für weitere Investitionen gekommen.  

 

 

Für das Gesamtjahr wird nun ein Umsatzplus von 6-8% erwartet, sodass das Wachstum im zweiten Halbjahr bei 5,6% - 9,5% gesehen wird und somit wieder mit einer besseren Entwicklung als im zweiten Quartal. Dennoch dürften m.E. die angestoßenen Investitionen zum aktuellen Zeitpunkt etwas zu langsam erfolgen, um bis 2022/23 einen Umsatz von 1,5 Mrd. € zu erreichen. Laut der Mittelfristprognose, bei der ein Zeitraum von 5 Jahren - ausgehend vom Geschäftsjahr 2017/18 - in Aussicht gestellt wurde, müsste AT&S dieses Ziel im Jahr 2022/23 erreichen. Auf Basis meiner überarbeiteten Schätzungen erwarte ich jedoch mit rund 1.429 Mio. € einen leicht niedrigeren Wert aufgrund von nötigen Anlaufphasen. Dennoch ergibt sich für die 5-Jahresperiode ein durchschnittliches Wachstum von 7,6% pro Jahr. Die EBITDA-Entwicklung der einzelnen Jahre dürfte dabei auch vom Anlaufen der neuen Kapazitäten abhängen. Bis 2022/23 erwarte ich daher eine leicht steigende Marge auf 23,1%, nach einem Rückgang auf 21,5% (2018/19e: 24,8%) im kommenden Jahr aufgrund dem Wegfall der positiven Währungseffekte. Da ich dazu meine langfristigen Wachstumserwartungen von 2,0% auf 0,0% reduziert habe um der Zyklik in der Branche noch mehr gerecht zu werden, reduziert sich das Kursziel leicht von 42,00€ auf 39,00€. Dennoch sehe ich bei der Aktie aufgrund der moderaten Bewertung (KGV 18/19e 9,0; 19/20e 12,6) klares Potenzial. Auf Basis meiner Schätzungen für 2022/23 würde das KGV derzeit bei 6,9 liegen. Die Aktie bleibt damit weiterhin einer meiner Favoriten.  


24.10.2018 | AT&S hebt wie im Vorjahr nach Q2 die Prognose an

AT&S hat gestern Abend die Anhebung der Umsatz- und EBITDA-Prognose bekannt gegeben. Nachdem bereits im Anschluss an das erste Quartal das obere Ende der Prognose (Umsatz bis zu 6%, EBITDA-Marge 20-23%) angepeilt wurde, wurden nun beide Wert nach oben angepasst. Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs im abgelaufenen Quartal - bedingt durch höhere Umsätze aus den Werken in Chongqing, Effizienz- und Produktivitätsverbesserungen sowie einem höherwertigen Produktportfolio bei IC-Substraten (zB Server-Anwendungen) - und trotz Berücksichtigung saisonaler Effekte im traditionell schwachen vierten Quartal geht der Vorstand nun von höherem Wachstum und einer höheren Marge aus. Damit dürfte der Effekt allen Voran aus dem Segment Mobile Devices & Substrates resultieren. So wird nun mit einem Umsatzwachstum zwischen 6-8% (LSe: +5,1%) sowie einer EBITDA-Marge von 24-26% (LSe: 23,1%) unter Zugrundelegung konstanter Wechselkurse gerechnet. Auch im Vorjahr hatte das Management die Prognose nach dem zweiten Quartal - wenn auch deutlich stärker - angehoben, gefolgt von einem deutlichen Kursanstieg der Aktie. Interessant werden dürfte im Zuge der Vorlage des Halbjahresberichts am 31.10. kommende Woche, ob bereits neue Kunden für die Technologie mSAP gewonnen werden konnten. Hier hatte das Management zuletzt weitere Details für die Mitte des aktuellen Geschäftsjahres in Aussicht gestellt. Aufgrund der Veröffentlichung des Halbjahresberichts in der kommenden Woche lasse ich daher vorerst noch meine Schätzungen unverändert. Allerdings werde ich diese dann im Anschluss anheben müssen, wodurch auch das derzeitige Kursziel von 42,00€ steigen sollte. 


28.08.2018 | Perspektiven bei AT&S weiter sehr gut - höhere Kurse gerechtfertigt

Im Zuge des Geschäftsberichts für das vergangene Geschäftsjahr 2017/18 und den Q1-Zahlen 2018/19 habe ich meine Schätzungen überarbeitet und mein Modell entsprechend angepasst. Nach einem sehr starken Geschäftsjahr mit einem Wachstum von 21,7% auf knapp 1 Mrd. € Umsatz sowie einer sehr guten EBITDA-Marge von 22,8% ist AT&S auch sehr gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Bei einem Umsatzwachstum von 11,2% konnte im traditionell eher schwachen ersten Quartal eine EBITDA-Marge von 23,4% erreicht werden, die allerdings auch durch Einmaleffekte i.H.v. 5 Mio. € durch Bewertungsanpassungen auf Forderungen positiv beeinflusst war. Rechnet man diesen Effekt raus, lag die EBITDA-Marge aber immer noch bei sehr guten 21%. Positiv haben sich im ersten Quartal die zusätzlichen Kapazitäten im Werk Chongqing sowie ein verbesserter Produktmixbemerkbar gemacht. Zugleich soll nun das obere Ende der Prognosespanne (bis zu 6% Umsatzwachstum, 20-23% EBITDA-Marge) erreicht werden. Dazu will das Unternehmen in den kommenden 3-5 Jahren einen Umsatz von 1,5 Mrd. € erreichen. Nachdem der CEO Herr Gerstenmeyer bislang von 5 Jahren gesprochen hatte, nannte er im Conference Call zu den Q1-Zahlen nun die Spanne von 3-5 Jahren, was als sehr beachtlich anzusehen ist. Jedoch wird gleichzeitig auch von einem durchschnittlichen Wachstum von 8,6% gesprochen, sodass eher die 5 Jahre realistisch sein dürften. Nach bis zu 6% in diesem Jahr zeigt sich jedoch, dass sich die Dynamik in den Folgejahren erhöhen und AT&S dann schneller wachsen wird. Voraussetzung für dieses avisierte Wachstum sind weitere Neukunden für die Technologie mSAP welche unbestätigten Angaben zu Folge bislang nur im iPhone X von Apple eingesetzt wurde. Damit besteht aber auch mit dem ersten Kunden noch weiteres Potenzial. Zugleich baut man Kapazitäten im Bereich Automotive aus, um beim anstehenden Trend zum autonomen fahren sowie dem zunehmenden Einsatz elektronischer Komponenten in Autos vorne mit dabei zu sein. Nach dem deutlichen Kursrückgang von in der Spitze 28€ im Januar auf rund 15€ im Juli konnte sich die Aktie nun wieder auf >22€ erholen und dürfte diese Entwicklung auch weiter fortsetzen. Ich habe meine Schätzungen für die Jahre 2018/19ff leicht angepasst und vor allem das Wachstum der Jahre 2019/21 sowie 2020/21 nun höher als bislang angesetzt. Dennoch impliziert mein Modell im 5-Jahreszeitraum lediglich ein Umsatzanstieg auf rund 1,39 Mrd. €, sodass hier auch noch Potenzial besteht. Bei der EBITDA-Marge erwarte ich einen Wert von 23,4% und damit im mittleren Bereich der avisierten 20-25%. Bei einem Risikoaufschlag von 25% auf die Eigenkapitalkosten aufgrund der bestehenden Zyklik sowie der recht hohen Verschuldung ergibt sich ein neues Kursziel von 42,00€, nach bislang 38,00€. Damit besteht auch auf dem aktuellen Kursniveau noch ein Potenzial von rund 80%.


25.06.2018 | Neue Mittelfristprognose als Chance?

Die AT&S-Aktie war 2017 wohl einer DER Highflyer an der Börse schlechthin. Gestartet bei 10 Euro hatte sich das Papier aufgrund einer deutlich dynamischeren Geschäftsentwicklung ab dem zweiten Quartal bis Jahresende in der Spitze bis auf rund 24 Euro mehr als verdoppelt. Seitdem CEO Andreas Gerstenmayer mit den Anfang dieses Jahres präsentierten Zahlen zum dritten Quartal ein Transformationsjahr für 2018/19 in Aussicht stellte, hat die Aktie jedoch sukzessive verloren. Dies hat sich mit einem eher gemischten Ausblick Anfang Mai nochmals verstärkt. Doch ist der Kursverfall gerechtfertigt? Oder vielmehr übertrieben?

 

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17.05.2018 | Aktuelle Kursentwicklung scheint übertrieben

Die Aktie von AT&S hat sich in den vergangenen Tagen sehr schwach entwickelt und ist deutlich unter die Marke von 20€ gefallen. Damit hat sich der inzwischen angefallene deutliche Kursgewinn derzeit wieder auf +/- Null reduziert. Hintergrund dessen, war wie bereits im Zuge der vorläufigen Zahlen 2017/18 kommuniziert, der schwache Ausblick auf das aktuelle Geschäftsjahr 2018/19, der einige Marktteilnehmer negativ überrascht hat. Insbesondere der Ausblick, welcher eine EBITDA-Marge von 20-23%, nach 22,8% im Geschäftsjahr 2017/18, vorsieht, ist als etwas enttäuschend einzustufen. Allerdings muss dabei beachtet werden, dass das Geschäft der AT&S AG sehr volatil ist und sich daher Schwankungen im Ergebnis und auch bei der Umsatzentwicklung einstellen können. Das aktuelle Geschäftsjahr kann daher als ein Art Übergangsjahr bezeichnet werden. Als aufmerksamer Zuhörer konnte man dies allerdings schon den Äußerungen des CEO aus dem Conference Call zu Q3 entnehmen. Auf der anderen Seite ist die neue Mittelfristprognose, die für die kommenden 5 Jahre ein Wachstum auf 1,5 Mrd. € vorsieht, als sehr stark zu bezeichnen. Im Mittel entspricht dies einem durchschnittlichen Wachstum von 9% pro Jahr. Aufgrund dessen, dass dieses Jahr lediglich ein Wachstum von 6% erzielt werden soll, ist für die kommenden Jahre mit einem stärkeren Wachstum zu rechnen. Die EBITDA-Marge soll in einem Bereich von 20-25% liegen. Da die Zahlen für das erste Quartal 2018/19 eher schwach ausfallen dürften, warte ich aktuell noch mit Nachkäufen ab. Allerdings bleibt die Aktie für mich aufgrund der positiven Aussichten weiter sehr attraktiv.


17.05.2018 | Vielversprechende Wachstumsziele

AT&S hat heute Abend vor den endgültigen Zahlen Morgen vorläufige Zahlen veröffentlicht. So stieg der Umsatz um 21,7% auf 991,8 Mio. € und erreichte damit fast exakt meine Erwartungen von 992,0 Mio. €. Im vierten Quartal konnte der Umsatz um 13,1% auf 225,9 Mio. € erhöht werden. Negativ auf den Umsatz ausgewirkt haben sich im Gesamtjahr dagegen 46,7 Mio. € aus Währungseffekten, sodass der Umsatz währungsbereinigt noch deutlich stärker gestiegen wäre. Maßgeblicher Wachstumstreiber war dabei wie erwartet der Geschäftsbereich Mobile Devices & Substrates, insbesondere aufgrund des neuen Technologiestandards mSAP.

 

Beim Ergebnis konnte AT&S ebenfalls nahezu meine Erwartungen erreichen. So stieg das EBITDA um 72,6% auf 226,0 Mio. € (LSe: 229,1), das EBIT vervielfachte sich von 6,6 Mio. € auf 90,3 Mio. € (LSe: 89,8). Die EBITDA-Marge lag damit mit 22,8% wie prognostiziert leicht über der letzten Prognose von 19-22%. Aber auch auf das EBITDA ergaben sich negative Währungseffekte i.H.v. 28,5 Mio. €. Das vierte Quartal war wie erwartet bei Umsatz und Ergebnis saisonal schwächer, sodass das EBITDA um 23,9% auf 35,7 Mio. € anstieg, das EBIT lag bei 1,5 Mio. € nach -5,2 Mio. € im Vorjahresquartal. Positiv hatte sich hierbei eine hohe Auslastung und die erfolgreiche Einführung von mSAP ausgewirkt. Das Ergebnis je Aktie lag bei 1,38€ (LSe: 1,56€) und war insbesondere aufgrund leicht höherer Steuern und einem höheren Aufwand aus dem Hybridkapital leicht unterhalb meiner Erwartungen. Dazu plant das Unternehmen eine Dividende i.H.v. 0,36€ je Aktie und liegt damit im Rahmen meiner Erwartungen von 0,39€. Sehr erfreulich hat sich auch der Free Cashflow entwickelt. Nach -104,5 Mio. € im Vorjahr konnte nun aufgrund von geringeren Investitionen mit 1,3 Mio. € ein leicht positiver Wert erreicht werden, während ich mit -28,9 Mio. € erneut einen negativen Wert erwartet hatte. Die Differenz kommt dabei insbesondere durch geringer als erwartete Investitionen. Wie erwartet hat AT&S für das neu angelaufene Geschäftsjahr 2018/19 einen verhaltenen Ausblick gegeben und rechnet mit einem Wachstum von bis zu 6% (LSe: 5,0%) bei einer EBITDA-Marge von 20-23% (LSe: 23,7%).

 

Mittelfristig hat man sich für den Umsatz eine Zielmarke von 1,5 Mrd. € gesetzt, entsprechend einer jährlichen Wachstumsrate von 9%, sodass in den kommenden 5 Jahren dieses Ziel erreicht werden soll. Hierzu soll allen Voran eine Ausweitung des Leistungsportfolios beitragen und AT&S will sich dabei zukünftig als Lösungsanbieter für komplexe Verbindungslösungen positionieren. Für die EBITDA-Marge erwartet das Unternehmen dabei eine Spanne von 20-25%. Insgesamt ist der Ausblick damit wie erwartet etwas zurückhaltend ausgefallen, bei der EBITDA-Marge leicht enttäuschend, da durch den ganzjährigen Effekt für mSAP durchaus mit einer leicht höheren EBITDA-Marge als in 2017/18 zu rechnen war. Dennoch antizipiert die neue Mittelfristprognose ein sehr gutes Wachstum in den kommenden Jahren, welches deutlich oberhalb meiner Erwartungen (2022/23e: 1.269,9 Mio. €) liegt. Zwar werde ich meine Schätzungen für 2018/19 beim Ergebnis leicht nach unten anpassen müssen, die Aussichten für die Jahre danach sind aber besser als bislang erwartet, sodass das Kursziel (aktuell 38,00€) im Anschluss Luft nach oben hat. Den deutlichen Kursrückgang nachbörslich sehe ich daher lediglich als temporären Effekt an und werde ggf. die Kursschwäche zum Aufstocken nutzen.


12.04.2018 | Steuerzertifikat in China erneut erhalten

Wie berichtet, hat AT&S gestern kommuniziert, dass in China erneut das Steuerzertifikat für die Jahre 2017-2019 erhalten wurde, wodurch sich der Steuersatz der chinesischen Gesellschaft von 25% auf 15% reduzieren wird. Dies habe ich nun in meine Schätzungen einfließen lassen. Zugleich habe ich aber die Wachstumserwartungen für das Segment Substrates & Devices von +12% auf +5% reduziert, da das Geschäftsjahr 2018/19 eher ein Übergangsjahr auf der Umsatzseite werden dürfte, ehe in 2019/20 die Dynamik wieder ansteigen sollte (+10% statt +7,5%). Dies hatte der CEO im Conference Call zu den 9-Monatszahlen auch bereits so angedeutet. Zurückzuführen ist dies auf die Entwicklung beim größten Kunden Apple (unbestätigt), wodurch für das kommende Geschäftsjahr nicht mit einer derart hohen Dynamik wie im abgelaufenen Geschäftsjahr 17/18 zu rechnen ist. Im Geschäftsjahr 19/20 dürfte die Dynamik durch weitere Kunden (zB Samsung), die die neue Technologie mSAP ebenfalls einführen dürften, wenngleich aller Voraussicht bei den teureren Modellen, wieder zunehmen. Die Wachstumsveränderungen im Segment Automotive, Industrial Medical habe ich für die Jahre 2017/18 bis 2019/20 (+5,0%, +5,0%, +5,5%) unverändert gelassen. Durch die etwas gesenkten Umsatzerlöse und Ergebnisse reduziert sich das Kursziel leicht von 40,00€ auf 38,00€. Mit einem KGV von 12,8 für das kommende Geschäftsjahr und einem EV/EBITDA von 4,9 ist die Aktie nach wie vor nicht teuer!


12.02.2018 | Management beschließt Kapazitätsausbau im Bereich Automotive

AT&S hat am Freitag bekannt gegeben, zur Stärkung der Kompetenz im Bereich autonomes Fahren rund 40 Mio. € in zwei Werken (Indien + Österreich) investieren zu wollen, um am enormen Wachstumspotenzial in diesem Bereich zu partizipieren. Dabei soll einerseits eine Technologieerweiterung und andererseits ein Kapazitätsaufbau für Hochfrequenz-Leiterplatten erfolgen. Diese werden beispielsweise für Anwendungen bei Sensoren zur Abstandsmessung benötigt. Das Investitionsvolumen verteilt sich einerseits mit 30 Mio. € auf den indischen Standort (Start Mai 2018) und mit 10 Mio. € (Start März 2019) auf den österreichischen Standort. Der Leiterplattenmarkt für Mikroelektronik wächst derzeit jährlich mit 5,5% p.a. und in Folge dessen soll sich der Kostenanteil elektronischer Komponenten im Auto bis 2020 auf 35%, bis 2030 auf 50% deutlich erhöhen. Zudem wird dadurch auch die Abhängigkeit des Unternehmens vom saisonal schwankenden Geschäftsbereich Devices & Substrates (ca. 2/3 Umsatzanteil) reduziert. Ich habe den höheren Capex in meinen Schätzungen berücksichtigt und zugleich für das Geschäftsjahr 2019/20 meine Wachstumserwartungen im Segment Automotive, Industrial & Medical leicht von 5,0% auf 5,5% erhöht, weßhalb auch das Kursziel leicht von 39,00€ auf 40,00€ ansteigt. Die Aktie bleibt weiter sehr aussichtsreich!


03.02.2018 | Starke Q3-Zahlen

AT&S hat am Dienstagabend erneut sehr gute Quartalszahlen veröffentlicht. So stiegen im dritten Quartal 2017/18 (Oktober - Dezember 2017) die Umsätze um 22,6% auf 280,2 Mio. €, das EBITDA verbesserte sich um 71,9%, sodass sich die EBITDA-Marge nach bereits sehr guten 26,1% im zweiten Quartal nochmals auf 30,7% verbesserte. Nach 9 Monaten stand ein Umatzplus von 24,5% sowie eine Steigerung beim EBITDA von 86,4% (24,8% EBITDA-Marge zu Buche. Während der Umsatz im Rahmen meiner Erwartungen lag (LSe: 286,0), übertraf das EBITDA diese deutlich (LSe: 71,5).

 

Die ganze Einschätzung können Sie hier lesen! 


03.02.2018 | Feedback Conference Call

AT&S hat am Mittwochvormittag im Nachgang an die am Vorabend veröffentlichten Quartalszahlen eine Telefonkonferenz abgehalten. Neben den Zahlen war hierbei insbesondere weiterführende Details der beiden Vorstände und die Antworten aus der Q&A von besonderem Interesse. Das schwache Q3-Wachstum im Segment Automotive, Industrial & Medical von lediglich 0,6% war zum einen auf die Werksferien bei Automobilherstellern und zum anderen auf Auftragsverschiebungen in das vierte Quartal zurückzuführen, sodass dies lediglich ein temporärer Effekt gewesen ist. Hier wird weiterhin nach Opportunitäten gesucht, um in diesem Segment weitere Wachstumsperspektiven zu nutzen. Negativ haben sich im Umsatz aber auch Währungseffekte niedergeschlagen. Aufgrund des saisonal schwachen ersten und vierten Quartals sind sie auch mit Blick auf das aktuelle vierte Quartal 2017/18 wie immer vorsichtig, bestätigen aber das Umsatzziel von +20-25% Wachstum. Mit Blick auf die Kunden (Apple unbestätigt größter Kunde) sehen sie derzeit keine unerwarteten Entwicklungen, was eindeutig als positiv zu sehen ist, nachdem es zuletzt Gerüchte über einen schwachen iPhone X Absatz gab. Hier hat der erste Kunde der die neue Technologie mSAP eingeführt hat (unbestätigt Apple), einen Technologievorsprung von ca. 2 Jahren, wie der Vorstand erläuterte. So rechnet er erst im Jahr 2019 mit weiteren Kunden, die auf die neue Technologie umsteigen werden und dabei zunächst im hochpreisigen Segment. Er sprach dabei von Kunden, die ein sehr breites Produktportfolio haben. Demnach könnte sich beispielsweise Samsung anbieten. Hinsichtlich zusätzlicher Kapazitäten im Markt führte Herr Gerstenmayer aus. Daher wird AT&S wenn es so kommt dann entsprechende Kapazitäten aufbauen bis dahin. Derzeit ist man in der entsprechenden Planung zum weiteren Ausbau im Werk Chonqing und will in den kommenden Monaten zu einer Entscheidung kommen. Für das kommende Geschäftsjahr zeigte er sich ebenfalls grds. positiv gestimmt. Da mSAP erst seit September unter vollem Volumen läuft besteht hier noch Spielraum in 2018/19 und auch in anderen Bereichen bestehen noch Optimierungspotenziale, wenngleich im kommenden Geschäftsjahr nicht wieder mit einem derart starken Sprung beim Umsatz zu rechnen ist. Dennoch sollte sich die EBITDA-Marge meines Erachtens leicht verbessern können. Gegenwind erhält das Unternehmen derzeit einerseits von der Währungsseite durch den schwachen Dollar und andererseits auf der Materialkostenseite. Letztere ist beispielsweise dadurch bedingt, dass auch im Batteriegeschäft in der Automobilbranche ähnliche Rohstoffe genutzt werden wie bei AT&S. Der Eindruck war daher insgesamt dennoch positiv und die Befürchtungen zuletzt aufgrund von möglicherweise schwachen Apple Absatzzahlen bestätigten sich nicht. Ein Update zur Aktie wird zeitnah von mir veröffentlicht.