Die DATAGROUP SE ist die Dachgesellschaft des bundesweit tätigen IT-Dienstleisters DATAGROUP.  Die Geschäftstätigkeit der DATAGROUP-Gesellschaften besteht aus Betrieb und Weiterentwicklung von IT-Infrastrukturen ihrer Kunden. Im Fokus der DATAGROUP IT-Services steht der gelingsichere Betrieb von IT-Infrastrukturen. Mit CORBOX, einer Suite von IT-Services, bietet DATAGROUP ihren Kunden eine modulare Komplettlö-sung für den sorgenfreien IT-Betrieb. CORBOX ist gleichzeitig eine Cloud Enabling Platform, mit der Cloud-Lösungen von Drittanbietern wie Microsoft integriert und durch zusätzliche Leistungen veredelt sowie mit eigenen Cloud- und Outsourcing-Services kombiniert werden. Damit deckt CORBOX alle Be-reiche des IT-Betriebs in Unternehmen ab: vom Service Desk, der kompetenten und zuverlässig er-reichbaren zentralen Anlaufstelle für alle Fragen und Störungsmeldungen der Anwender, über das Ma-nagement und den Vor-Ort-Support stationärer und mobiler IT-Arbeitsplätze bis hin zur kompletten Bandbreite an Cloud- und Rechenzentrums-Dienstleistungen. Auch das Management von Business-Applikationen sowie von SAP-Systemen gehört zum Leistungsumfang von CORBOX. DATAGROUP liefert Unternehmen mit CORBOX alle benötigten Leistungen für den IT-Betrieb aus einer Hand. Kunden wählen aus 12 kombinierbaren und perfekt kompatiblen CORBOX-Servicefamilien exakt diejenigen aus, die ihr Business optimal unterstützen. Definierte Service Level Agreements garantieren dabei maximale Leistungs- und Kostentransparenz. Die Sicherheit aller zentralisierten CORBOX-Services gewährleis-ten ISO 27001-zertifizierte DATAGROUP Data Center in Deutschland. Kontinuierliches Monitoring von Performance, Kapazitäten und Sicherheitsstatus stellt die optimale Verfügbarkeit der Services sicher.


03.06.2019 | Wie erwartet höhere Umsatz- und Ergebnisprognose

 In meiner Einschätzung vom 18.05.2019 hatte ich darauf hingewiesen, dass Datagroup im Rahmen der Halbjahreszahlen vermutlich seine Umsatz- und Ergebnisprognose anheben dürfte und nannte ein mögliche neu Zielgrößen von >290 Mio. € beim Umsatz und >45 Mio. € beim EBITDA. Nach einer positiven Entwicklung im ersten Halbjahr mit einem Wachstum von 3,9% auf 138,7 Mio. € (vor IFRS 15 & 16 +7,2% auf 143,1 Mio. €) und 1,0% auf 69,3 Mio. € (vor IFRS 15 & 16 +5,3% auf 72,2 Mio. €) im zweiten Quartal hat der Vorstand nun die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf >295 Mio. € angehoben. Zugleich wird nach einem Anstieg des EBITDA von 31,1% auf 20,4 Mio. € (vor IFRS 15 & 16 +10,5% auf 17,2 Mio. €) in den ersten sechs Monaten 2018/19 und +33,4% auf 11,4 Mio. € (vor IFRS 15 & 16 +14,0% auf 9,7 Mio. €) zwischen Januar und März nun ein EBITDA von >45 Mio. € im Gesamtjahr erwartet, sodass sich meine Erwartungen an dieser Stelle vollumfänglich bestätigt haben.

 

Das erste Halbjahr 2018/19 war dazu vor allem durch die Neugewinnung einiger Großaufträge geprägt. So wurde ein Auftrag der Bankhaus Lampe Gruppe über eine Laufzeit von fünf Jahren mit einem zweistelligen Millionen-Euro-Volumen erhalten. Weiter konnte ein Folgeauftrag bei der IKB gewonnen werden, der ebenfalls eine Laufzeit von fünf Jahren bei einem Volumen im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich aufweist. Ende Oktober konnte dazu von der BayernInvest ein Auftrag im knapp zweistelligen Millionenbereich erhalten werden. Nach dem Stichtag konnte Datagroup mit einem Auftrag der ARD (4 Jahre + 4 Jahre Verlängerungsoption) mit einem Volumen von mindestens 40 Mio. € (mögliche Steigerung auf bis zu 70 Mio. €) sowie einem Auftrag der Messe München mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Volumen im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich zwei weitere bedeutende Kunden gewinnen. Herr Schaber betonte in diesem Zusammenhang, dass sich das Auftragsbuch im Finanzbereich aktuell auf >200 Mio. € für die kommenden 5-10 Jahre belaufe. Besonders zu beachten dabei ist der Umstand, dass diese Umsätze aufgrund der vorgeschalteten Transitionsphase, die nach IFRS 15 nunmehr nicht mehr als Umsatz verbucht werden kann, erst im Jahr 2019/20 und danach ihre volle Wirksamkeit zeigen werden. Insgesamt konnten so im ersten Halbjahr 21 neue Kunden gewonnen, bei 9 Kunden ein Upselling und bei 23 Kunden eine Vertragsverlängerung erreicht werden. Andererseits ergab sich eine Portfoliobereinigung von 13 Kunden im gleichen Zeitraum, sodass sich die Zahl der CORBOX-Kunden nunmehr auf 165 (30.09.2018: 157) erhöht hat.  

 

Neben der rein organischen Entwicklung bei Umsatz und Auftragseingang hatte Datagroup die Übernahme der UBL Informationssysteme GmbH zum 01.04.2019 bekannt gegeben. Mit einem Umsatz von >20 Mio. € im Jahr 2018 wird UBL damit in der zweiten Jahreshälfte anorganisch zum Umsatz beitragen. CEO Max H. Schaber kalkuliert hierbei konservativ mit einem Umsatzbeitrag von 10 Mio. € im dritten und vierten Quartal, realistischer dürften hingegen 11 Mio. € sein. Dazu soll das Unternehmen auch ergebnisseitig einen positiven Beitrag leisten, der schätzungsweise bei >1 Mio. € liegen dürfte. Daneben will Datagroup auch weiterhin anorganisch wachsen und hatte dazu mit einem neuen Schuldscheindarlehen über 69 Mio. € zusätzlichen finanziellen Spielraum geschaffen. Laut dem Vorstandsvorsitzenden befinde man sich bezüglich weiterer Übernahmen zudem in guten Gesprächen.

 

Ich habe meine Schätzungen im Rahmen der Halbjahreszahlen und der Ausgabe des neuen Schuldscheindarlehens entsprechend überarbeitet. Meine Umsatzschätzungen haben sich für 2018/19 von 292,4 Mio. € auf jetzt 295,7 Mio. € und meine EBITDA-Erwartungen von 44,7 Mio. € auf 45,6 Mio. € erhöht. Auch für die Folgejahre hat sich die Umsatz- und Ergebnisbasis dadurch leicht erhöht. Zugleich habe ich das neue Schuldscheindarlehen (+69 Mio. € abzgl. 9,5 Mio. € Tilgung in HJ1) bei der Finanzierungsstruktur berücksichtigt, wodurch sich der Diskontierungszinssatz aufgrund des höheren Fremdkapitalanteils reduziert hat. In der Folge erhöht sich durch die genannten Faktoren das Kursziel von bislang 60€ auf nunmehr 64€.   


18.05.2019 | Nach UBL Übernahme Spielraum für Prognoseanhebung

Auf der Frühjahrskonferenz in Frankfurt in dieser Woche zeigte sich der Vorstandsvorsitzende und Großaktionär (51%) Max H. Schaber äußerst zuversichtlich und bezeichnete die Aktie zum aktuellen Zeitpunkt als günstig. Kurz vor Veröffentlichung der Halbjahreszahlen am 21.05.2019 deutet dies auf gute Zahlen hin. Nach einer weiteren Akquisition sowie einem neuen Kunden bleiben die Aussichten unverändert positiv.

 

So hatte Datagroup Anfang Mai bekannt gegeben, für den Sender ARD die Service-Desk und Onsite-Dienstleistungen ab 01.09.2019 zu übernehmen. Damit wird sich dies allerdings erst im kommenden Geschäftsjahr 2019/20 im Umsatz niederschlagen. Der Auftrag hat hierbei eine Laufzeit von mindestens vier Jahren, die im Anschluss um die gleiche Zeit nochmals verlängert werden kann. Dazu liegt das Auftragsvolumen im zweistelligen Millionenbereich.  

 

Daneben hat das Unternehmen Anfang April die 100%-ige Übernahme der UBL Informationssysteme GmbH bekannt gegeben. UBL ist ein Multi-Cloud und Managed Service Provider und entwickelt sowie betreibt IT-Infrastrukturen und -Plattformen für größere mittelständische Unternehmen. Mit über 70 Mitarbeitern hat das Unternehmen 2018 einen Umsatz von >20 Mio. € sowie eine zweistellige EBITDA-Marge erzielt. Für das kommende Geschäftsjahr erwartet Hr. Schaber eine Steigerung in Richtung 25 Mio. €. Auf Basis der Daten aus dem Bundesanzeiger schätze ich die EBITDA-Marge auf einen Wert zwischen 12-15%. Ab April und damit mit Beginn des dritten Quartals 2018/19 wird das Unternehmen in den Konzernabschluss der Datagroup vollkonsolidiert.  

 

Ebenso Anfang April hatte Datagroup die Begebung eines neuen Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von 69 Mio. € bekannt gegeben, welches eine Laufzeit von fünf und sieben Jahren aufweist. Dieses soll zusätzlichen finanziellen Spielraum für weitere Akquisitionen bieten. Auf der anderen Seite musste im April eine erste Tranche i.H.v. 9,0 Mio. € des 2013 ausgegebenen Schuldscheindarlehens über insgesamt 30 Mio. € zurückgezahlt werden.

 

Im Rahmen der Übernahme der UBL habe ich meine Schätzungen für 2018/19ff überarbeitet. So erwarte ich einen Umsatzbeitrag i.H.v. 11,0 Mio. € in der zweiten Jahreshälfte durch die UBL sowie einen EBITDA-Beitrag von rund 1,0 Mio. €. Damit erhöht sich meine Umsatzschätzung für dieses Jahr auf 292,9 Mio. € (alt: 281,9). Beim EBITDA erwarte ich nun 44,7 Mio. € nach zuvor 43,7 Mio. €. Für das kommende Geschäftsjahr kalkuliere ich mit einem Umsatz von 24 Mio. € durch UBL. Damit dürfte Datagroup 2019/20 die Umsatzmarke von 300 Mio. € (LSe: 329,7) überschreiten und ein EBITDA von >50 Mio. € (LSe: 50,7) erzielen. Dem gegenüber steht ein Kaufpreis von geschätzten 20 Mio. €. Auf Basis dessen erhöht sich das Kursziel leicht von 59,00€ auf 60,00€. Zugleich besteht die Möglichkeit, dass der CEO mit Veröffentlichung der Halbjahreszahlen die Gesamtjahresprognose (aktuell >280 Mio. € Umsatz, >43 Mio. € EBITDA) leicht anhebt. Eine neue Prognose könnte damit bei einem Umsatz von >290 Mio. € sowie einem EBITDA von >45 Mio. € liegen. 


15.03.2019 | Ohne Akquisitionen nur leichtes Wachstum in 18/19

Datagroup hatte Ende Februar die Zahlen für das erste Quartal 2018/19 veröffentlicht. Details dazu siehe mein Comment vom 21.02.2019. In dieser Woche fand nun die Hauptversammlung am Firmensitz Pliezhausen statt, auf der traditionell die Prognose für das Gesamtjahr kommuniziert wird. So erwartet der Vorstand für dieses Jahr einen Umsatz von >280 Mio. € und ein EBITDA von >43 Mio. €. Allerdings ist der Umsatz durch die erstmalige Anwendung von IFRS 15 i.H.v. 5,0 Mio. € negativ belastet. Ohne IFRS 15 erwartet der Vorstand entsprechend einen Umsatz von >285 Mio. €, der sich mit meinen bisherigen Schätzungen von 286,3 Mio. € deckt. Beim EBITDA wird IFRS 16 das Ergebnis mit etwa 6 Mio. € positiv beeinflussen, sodass ohne IFRS 16 ein EBITDA von >37 Mio. € erwartet wird. Hier hatte ich zuletzt ein EBITDA von 37,1 Mio. € erwartet.

 

Nachdem im ersten Quartal 6 neue CORBOX-Kunden gewonnen werden konnten und bei 5 bestehenden Kunden ein Upselling erfolgte, konnten beide Werte in der Zwischenzeit nochmals deutlich erhöht werden. Bis dato hat Datagroup im neuen Geschäftsjahr 18/19 14 Neukunden für CORBOX gewinnen können und bei 9 Kunden ein Upselling erreicht. Dazu wurde der Vertrag mit dem Oberkirchenrat der Ev. Landeskirche in Württemberg mit einem Volumen von 3,75 Mio. € um zwei Jahre verlängert. Weitere 20 Kunden haben ebenfalls ihre Verträge verlängert. Mit der IKB AG konnte man mit einem reduzierten Volumen (ca. 10-11 Mio. € nach zuvor ca. 16 Mio. €) den Vertrag um fünf Jahre verlängern. Bereits im vergangenen Jahr konnte der größten Einzelauftrag in der Firmengeschichte durch die NRW.Bank im hohen zweistelligen Millionenbereich gewonnen werden, der ab Oktober 2019 umsatzwirksam wird. Auch weitere Aufträge vom Bankhaus Lampe und der Bayerninvest wurden im Finanzbereich gewonnen. Dadurch kann das reduzierte Umsatzvolumen mit der IKB überkompensiert werden. In der Folge sollte sich das organische Wachstum ab dem kommenden Geschäftsjahr 2019/20 verstärken. Allerdings sind dazu auch derzeit erhöhte Investitionen zur Vorbereitung nötig, um diese Projekte umsetzen zu können, wodurch der Free Cashflow aktuell belastet ist.

 

Bis 2020/21 strebt man einen Umsatzanstieg auf 340-500 Mio. € an (zuvor 380-500), der einhergehen soll mit weiteren Übernahmen. Entsprechend sollte die untere Bandbreite organisch erreicht werden können. Bereits im Januar hatte CEO Max H. Schaber mindestens eine Akquisition für dieses Jahr in Aussicht gestellt und berichtete zuletzt darüber, dass man bei einem Übernahmekandidaten sehr weit ist. Zudem will man sich finanziell besser aufstellen und ein Schuldscheindarlehen im Volumen von bis zu 70 Mio. € bei einer Verzinsung von rund 1% (Laufzeiten 5 & 7 Jahre) aufnehmen. Damit hätte man zusätzliche finanzielle Mittel, um sich anorganisch zu verstärken.  Mit Blick auf die Ergebnisentwicklung zeigte sich der Vorstand noch weiter zurückhaltend und beließ die avisierte Zielmarke von 13% beim EBITDA vorerst unverändert. Man denke aber weiterhin darüber nach diese anzuheben. Bis 2025 will man den Umsatz weiter auf 750 Mio. € steigern und eine EBIT-Marge von 10% erreichen. Der vertragsgebundene Umsatz i.H.v. 73% stellt hierbei eine sehr gute Ausgangslage für das weitere Wachstum dar.

 

Im Nachgang an die Hauptversammlung und die Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr sowie die erstmalige Anwendung der beiden neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 + 16 habe ich meine Schätzungen überarbeitet. Ich erwarte nun einen Umsatz von 281,9 Mio. € (+3,6%) sowie ein EBITDA von 43,7 Mio. €. Bis 2020/21 erwarte ich eine Umsatzsteigerung auf 324,9 Mio. € und ein EBITDA i.H.v. 52,5 Mio. €. Bereinigt um IFRS 16 ergibt dies ein EBITDA von ca. 46,5 Mio. € (alt: 46,1) und eine EBITDA-Marge von 14,3% auf alter bzw. 16,2% auf neuer Basis. Mein Kursziel bleibt jedoch aufgrund leicht erhöhter Investitionen unverändert bei 59,00€ und entspricht einem Kurspotenzial von ca. 61%. 


21.02.2019 | Q1-Zahlen durch IFRS 15&16 Umstellungen geprägt

Datagroup hat heute Morgen Zahlen für das erste Quartal 2018/19 veröffentlicht. So konnte der Umsatz um 6,9% auf 69,4 Mio. € gesteigert werden und war maßgeblich durch höhere Beiträge im Dienstleistungs- und Wartungsgeschäft begünstigt. Allerdings hat Datagroup nun erstmalig den neuen Bilanzierungsstandard IFRS 15 anwenden müssen, der zu Veränderungen bei der Umsatzrealisierung führt. Details dazu siehe auch in meinem Kommentar vom 04.02.2019. Bereinigt um diesen Effekt wäre das Umsatzplus mit 9,2% auf 70,9 Mio. € etwas höher ausgefallen. Berücksichtigt werden muss hierbei jedoch auch, dass im ersten Quartal die Anfang 2018 übernommene Almato voll anorganisch zum Umsatz beigetragen hat. Rechnet man diesen Effekt heraus, dürfte das Wachstum in einer Größenordnung von rund 3% auf berichteter und rund 4,5% auf bereinigter Basis gelegen haben.

 

Das Ergebnis war dagegen auch durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 beeinflusst. So stieg das EBITDA deutlich um 28,3% auf 9,06 Mio. € an und erreichte eine Marge von 13,1%. Begünstigt war dies jedoch durch einen positiven Effekt von 3,0 Mio. € durch die umgestellte Bilanzierung von Leasinggegenständen und die damit verbunden veränderte Verbuchung in der Gewinn-und-Verlustrechnung. So werden zukünftig einerseits die Vermögensgegenstände in der Bilanz aktiviert (bislang off-Balance) und andererseits die darauf anfallenden Aufwendungen nicht mehr im sonstigen betrieblichen Aufwand sondern in den Abschreibungen erfasst. Entsprechend führt dies zu einer Erhöhung des EBITDA und der Abschreibungen, während das EBIT weitestgehend unverändert bleibt. Bereinigt um diesen Effekt verbesserte sich das EBITDA leicht unterproportional um 6,4% auf 7,51 Mio. € und war vor allem durch einen höheren Materialaufwand sowie gestiegene Personalkosten belastet. Das EBIT konnte um 8,6% respektive 8,3% auf 4,06 bzw. 4,05 Mio. € gesteigert werden.

 

Mit Blick auf die Prognose für das Gesamtjahr verwies der Vorstand weiter auf die Hauptversammlung Mitte März, auf der traditionell der Ausblick quantifiziert wird. Es sei jedoch bereits heute von einer Fortsetzung des dynamischen Wachstumskurses auszugehen. Gleichzeitig werden einige Aufträge auch erst im Jahresverlauf umsatzwirksam, sodass ich eine höhere organische Wachstumsrate im Jahresverlauf erwarte. Dazu liege der Fokus im aktuellen Geschäftsjahr 2018/19 wieder verstärkt auf weiteren Übernahmen, nachdem im vergangenen Jahr die Integrationen im Vordergrund standen. Da aktuell noch einige Themen unklar sind mit Blick auf die veränderten Bilanzierungseffekte, werde ich meine Schätzungen im Nachgang an die Hauptversammlung überarbeiten, an der ich teilnehme. Das Kursziel bleibt weiter daher unverändert bei 59,00€. 


04.02.2019 | 13% Margenziel mit Luft nach oben

Datagroup hat Ende Januar den Geschäftsbericht für 2017/18 veröffentlicht, nachdem bereits Ende November letzten Jahres vorläufige Zahlen bekannt gegeben wurden. Nennenswerte Überraschungen gab es daher ebenso wenig wie Abweichungen. In einer Telefonkonferenz hat CEO und Großaktionär Max H. Schaber die Zahlen im Anschluss näher erläutert und sich zahlreichen Fragen gestellt. So stieg der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 21,9% auf 272,1 Mio. € an. Das EBITDA konnte um 27,7% auf 34,5 Mio. € (12,7% EBITDA-Marge) gesteigert werden. Da in dieser Zahl aber noch ein einmaliger Sonderertrag aus der HanseCom Übernahme i.H.v. 0,8 Mio. € enthalten ist, beträgt das bereinigte EBITDA 33,7 Mio. € (+45,6%, 12,4% EBITDA-Marge). Insbesondere das vierte Quartal konnte mit einer sehr guten bereinigten EBITDA-Marge von 14,5%, bei einem unverändert hohen Wachstum von 21,5% überzeugen.  

 

Das sehr gute Margenergebnis war vor allem durch eine starke Entwicklung bei der HanseCom zurückzuführen, die zuletzt eine zweistellige EBITDA-Marge erreichte, nachdem diese im Zeitpunkt des Kaufs (Mai 2017) noch negativ war. Dazu hatte sich die Anfang 2018 übernommene Almato in der zweiten Jahreshälfte mit einer zunehmenden Umsatzdynamik im Ergebnis über Plan entwickelt. Im Berichtszeitraum hat Almato mit einem Umsatz von 5,59 Mio. € sowie einem Periodenergebnis von 1,16 Mio. € beigetragen. Besonders hervorzuheben ist hierbei die starke Marge von 20,8% im Vergleich zu 4,7% im Datagroup Gesamtkonzern. Herr Schaber zeigte sich im Conference Call zuversichtlich, dass sich dieses Geschäft sehr schnell auf ein Umsatzvolumen von >10 Mio. € (als-ob-Betrachtung 2017/18 ca. 7 Mio. €) erhöht. Auch habe man sich mit der Almato Übernahme strategisch sehr gut positioniert und im Vergleich zu Wettbewerbern durch den Ansatz der Automatisierung von wiederkehrenden Prozessen einen entscheidenden Vorteil. Zugleich können Mitarbeiter effizienter eingesetzt werden. Des Weiteren hat man sich nun auch im Bereich IT-Transformation positioniert, um hierbei in den kommenden Jahren von der steigenden Nachfrage bei der Umstellung von SAP R3 auf SAP S/4Hana (Umstellung bis 2025) zu profitieren.

 

Zwar hat das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkrete Prognose für das neue Geschäftsjahr kommuniziert - diese wird traditionell auf der Hauptversammlung im März bekannt gegeben - doch sei der Jahresstart "sehr ordentlich" verlaufen wie der Vorstand berichtet. Insgesamt geht man auch im aktuellen Geschäftsjahr von einem weiteren Wachstum sowie einer leichten Steigerung der Profitabilität aus. Trotz der zuletzt gewonnenen Aufträge (u.a. fast dreistelliger Mio. € Auftrag durch die NRW Bank) dürfte sich das organische Wachstum erst im kommenden Geschäftsjahr 2019/20 beschleunigen, da aufgrund der Neuanwendung von IFRS 15 die "Onboarding" Umsätze nicht wie bisher bereits zu Beginn verbucht werden können. Bis 2025 will man den Umsatz auf 750 Mio. € steigern, bleibt hierzu allerdings zum aktuellen Zeitpunkt noch Details schuldig.

 

Darin enthalten dürften auch weitere Übernahmen sein, die Teil der Datagroup Wachstumsstrategie sind. Mit einem Liquiditätsbestand von 38,7 Mio. € (Nettoverschuldung  13,1 Mio. €) ist die Gesellschaft dazu sehr gut aufgestellt und Vorstand Max H. Schaber sieht gute Chancen für zumindest eine Transaktion im aktuellen Geschäftsjahr. In diesem Zusammenhang gebe es derzeit auch Überlegungen zu einer langfristigen Finanzierung über ein neues Schuldscheindarlehen, um sich die aktuell niedrigen Zinsen zu sichern. Da die Verträge mit den Kunden in der Regel Laufzeiten zwischen 3 und 7 Jahren aufweisen und 88% des Deckungsbeitrages durch langfristige Verträge abgesichert ist, betonte Herr Schaber zudem auch die Robustheit gegenüber einer möglichen Konjunkturabkühlung. Würden Kunden die Verträge still legen, würde sie zugleich ihre eigene IT still legen, mit entsprechend gravierenden Folgen.  Wie bereits im Kommentar vom 29.11.2018 geschrieben, denkt das Management nun auch offiziell derzeit über eine Anhebung der Zielmarke von 13% beim EBITDA bis 2020/21 nach. Auf Nachfrage bestätigte Herr Schaber ein erreichbares Niveau auf Gesamtjahresebene von 14,5%, wie es im Schlussquartal 2017/18 erzielt wurde. Auf der Hauptversammlung im März könnte es hierzu meines Erachtens neue Details geben.

 

Insgesamt bleiben die Aussichtend daher unverändert positiv. Während ich meine  Umsatzschätzungen für 2018/19 aufgrund des beschriebenen Effekts leicht reduziert habe (286,3 Mio. €/+5,2%) erwarte ich nun für die EBITDA-Marge bis 2020/21 das Erreichen der 14%-Marke. Hierbei sind entsprechend positive Effekte aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 (ca. 6-10 Mio. €) nicht berücksichtigt. Durch die höhere EBITDA-MArgehöht sich das Kursziel leicht von 58€ auf 59€.   


29.11.2018 | Starkes viertes Quartal mit hohem organischen Wachstum

Datagroup hat am Montag vorläufige Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr 2017/18 veröffentlicht. Dabei konnte der Umsatz durch ein starkes viertes Quartal (+21,5%) um 21,9% auf 272,1 Mio. € (LSe: 269,2) gesteigert werden und übertraf dabei die Ende September von >265 Mio. € auf >269 Mio. € angehobene Umsatzprognose nochmals. Maßgeblicher Treiber dabei war der Bereich Cloud-Services der um 32,0% auf 165 Mio. € gewachsen ist. Hierbei waren jedoch auch anorganische Umsatzeffekte durch die Übernahme der HanseCom (April 17), ikb data (September 17) und Almato (Januar 18) enthalten. Dennoch zeigt sich mit Blick auf die Umsatzentwicklung im vierten Quartal, in dem die ikb data nur noch einen Monat anorganisch zum Umsatz beigetragen hat (Umsatz 2016/17 27 Mio. €), dass auch das organisch der Umsatz sich sehr gut verbessert hat. Zwar ist die Almato (Jahresumsatz 2016 ca. 4,0 Mio. €) vollständig anorganisch enthalten, wenngleich das organische Wachstum im vierten Quartal dennoch zweistellig ausgefallen sein sollte. Insgesamt  konnte man für CORBOX im vergangenen Geschäftsjahr netto 20 neue Kunden gewinnen, sodass die Zahl der Bestandskunden nun bei 162 liegen müsste.

 

Auf der Ergebnisebene konnte ebenfalls die von 30 Mio. € auf >34 Mio. € angehobene EBITDA-Prognose  mit 34,5 Mio. € (LSe: 34,2) übertroffen werden. Insbesondere deutlich unterproportional gestiegene Personalaufwendungen (+12,4%), der größte Kostenblock bei Datagroup, haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Im EBITDA enthalten sind jedoch nochmal positive Einmaleffekte i.H.v. 0,8 Mio. €, sodass das bereinigte EBITDA 33,7 Mio. € (LSe: 33,4) beträgt. Damit konnte auf bereinigter Basis mit 12,4% die Marge schon sehr nah an die für 2020/21 avisierte Marge von >13% erhöht werden. Eine Erhöhung dieser Zielmarke auf >14% oder >15% in den kommenden Monaten - hier bietet sich die Hauptversammlung Mitte März an auf der der Vorstand traditionell die Prognose für das neue Geschäftsjahr bekannt gibt - kann ich mich nach der sehr guten Ergebnisentwicklung diesem Jahr sehr gut vorstellen.

      

Insbesondere die jüngst gewonnen Aufträge sollten auch im neuen Geschäftsjahr 2018/19 - stärker jedoch im darauffolgenden Geschäftsjahr aufgrund der Transistionphase am Anfang - weitere organische Umsatzimpulse liefern. Ich erwarte daher auf Basis meiner leicht überarbeiteten Schätzungen einen Umsatzanstieg um 6,9% auf 290,9 Mio. € bei einem EBITDA von 37,9 Mio. € (13,0% EBITDA-Marge). Darin enthalten sein dürften jedoch letztmalig Einmalerträge i.H.v. 0,5 Mio. €, sodass das bereinigte EBITDA bei 37,4 Mio. € (12,9% EBITDA-Marge) liegen sollte. Bis 2019/20 erwarte ich eine weitere Steigerung der EBITDA-Marge auf 13,4% bei einer erneuten Umsatzsteigerung von 6,5%. Bis 2020/21 strebt das Unternehmen weiterhin einen Umsatz von bis zu 500 Mio. € durch die Gewinnung von Neukunden, Upselling bei Bestandskunden und Akquisitionen  an. Aufgrund der leicht erhöhten Umsatz- und Ergebnisschätzungen  - getrieben durch die bessere Entwicklung in 2017/18 - steigt das Kursziel leicht von 57,00€ auf 58,00€. 


30.10.2018 | Weiteren Auftrag erhalten

Datagroup hat heute Morgen bekannt gegeben, einen weiteren Auftrag erhalten zu haben. So wurde die Ausschreibung für den Betrieb der IT-Infrastruktur-Services der BayernInvest gewonnen. Der Auftrag hat dabei ein Volumen im knapp zweistelligen Millionenbereich und zeigt, dass Datagroup zunehmend auch größere Aufträge erhält. Dazu wurde nun der zweite Großauftrag innerhalb der letzten Wochen erhalten und bestätigt damit die Aussage des CEO Ende September, weitere Aufträge vermelden zu können. Datagroup wird dabei wesentliche Teile der Server- und Netzwerkinfrastruktur, die Benutzerberechtigungen, die VDI-Umgebung und das Mailsystem inklusive Mobile Device Management übernehmen. Durch den Auftrag der BayernInvest erhöht das Unternehmen zugleich die Basis für weitere Umsatzsteigerungen im kommenden Jahr und den Nachfolgejahren. Ich sehe mich daher in meinen Schätzungen für das kommende Geschäftsjahr 2018/19 bestärkt, die eine Umsatzsteigerung um 7,3% auf 288,9 Mio. € und ein EBITDA von 37,3 Mio. € (12,9% EBITDA-Marge) vorsieht. Mein Kursziel bleibt daher unverändert bei 57,00€. Auch der CEO Herr Schaber ist offenbar weiter vom Potenzial des Unternehmens bzw. der Aktie überzeugt und hat zuletzt Aktien im Wert von >550.000€ zu einem Durchschnittskurs von 32,36€ gekauft. Dies ist besonders bemerkenswert, da er Anfang 2017 zu Kursen von 22,00€größere Stückzahlen abgegeben hatte. 


25.09.2018 | Unternehmen überzeugt mit starker Prognoseanhebung

Datagroup hat gestern Morgen überraschenderweise die Umsatz- und EBITDA-Prognose für das noch bis Ende September laufende Geschäftsjahr angehoben. Nachdem bislang von einem Umsatzanstieg auf >265 Mio. € (vj. 223,1) ausgegangen wurde, wird nun mit einem Anstieg auf >269 Mio. € gerechnet. Zurückzuführen ist dies auf eine sehr erfreuliche Entwicklung im vierten Quartal bei allen Konzernteilen. Bei bestehenden Einheiten wurde eine höhere Auslastung erreicht und zugleich haben die übernommenen Gesellschaften (HanseCom, ikb Data, Almato) zur Umsatzverbesserung beigetragen. Auch konnten neue Kunden im vierten Quartal wie die NRW.Bank, die Bayern Invest sowie ein SAP Kunde gewonnen werden, die zu einem verbesserten organischen Wachstum geführt haben.

 

Insbesondere aber die neue EBITDA-Prognose ist sehr stark einzuschätzen. Zwar hatte ich im Nachgang an die Q3-Zahlen Mitte August bereits ein Übertreffen der Prognose und ein EBITDA von >31 Mio. € (LSe: 31,3) für realistisch gehalten. Ein Anstieg auf >34 Mio. € ist nun aber nochmal ein deutlicher Sprung im vierten Quartal auf ein EBITDA von rund 10,5 Mio. € (Q1: 7,1/Q2: 8,5/Q3: 8,2). Damit wird die EBITDA-Marge inklusive Sondereffekten i.H.v. 0,8 Mio. € (vj. 4,4) auf 12,6% steigen. Bereinigt um diesen Effekt wird die EBITDA-Marge 12,3% (vj. 10,1%) betragen und damit der Zielmarke von >13% ein deutliches Stück näher kommen. Zurückzuführen ist diese u.a. auf eine sehr gute Entwicklung bei der im Mai 2017 übernommenen Gesellschaft HanseCom, die zum Kaufzeitpunkt noch ein negatives Ergebnis auswies und nun eine zweistellige EBITDA-Marge erreicht hat. Dazu hat sich auch die zu Jahresbeginn übernommene Almato im Ergebnis deutlich besser als erwartet entwickelt und zugleich das Wachstumstempo in der zweiten Jahreshälfte beschleunigt. Dazu werden neu gewonnene Aufträge im Outsourcing-Geschäft erst im kommenden Geschäftsjahr umsatzwirksam und werden damit das organische Wachstum unterstützen. Außerdem betonte das Unternehmen in anderen Bereichen CORBOX-Neukunden gewonnen zu haben, wodurch das Volumen beim Auftragseingang die eigenen Ziele deutlich überschritten habe. Auch stellt CEO Max H. Schaber für die kommenden Wochen weitere Neukunden in Aussicht. Bei CORBOX konnten im Geschäftsjahr 2017/18 bislang 20 neue Kunden gewonnen und bei 11 ein Upselling durchgeführt werden.

 

Im Zuge der Prognoseanhebung habe ich meine Umsatz- und EBITDA-Schätzungen nach oben angepasst. Nachdem ich bislang einen Umsatz von 266,0 Mio. € erwartetet habe, rechne ich nun mit 269,2 Mio. €. Beim EBITDA erwarte ich einen Wert von 34,2 Mio. € (bereinigt: 33,4) nach bislang 31,3 Mio. € bzw. 30,3 Mio. €. Mittelfristig erwarte ich nun bereits im Jahr 2019/20 das Überschreiten der 13% EBITDA-Marge auf 13,2%, nachdem ich bislang für das Jahr 2020/21 von 13% ausgegangen war. Hierdurch erhöht sich das Kursziel für die Aktie leicht von 55,00€ auf nunmehr 57,00€. Mit weiteren guten Nachrichten in nächster Zeit sollte der Aktie nun wieder der nachhaltige Sprung über die 40€ Marke gelingen. 


16.08.2018 | weiter hohe Umsatz- und ergebnisdynamik

Datagroup hat heute Morgen Zahlen für die ersten 9 Monate bzw. das dritte Quartal veröffentlicht. So stiegen die Umsatzerlöse in den ersten 9 Monaten um 22,1% auf 199,2 Mio. €, im dritten Quartal um 19,3% auf 65,7 Mio. € an. Maßgeblicher Treiber des Wachstums waren die im Vorjahr übernommenen Gesellschaften HanseCom und ikb data sowie die zu Jahresbeginn übernommene Almato. Eine genaue Differenzierung zwischen anorganischem und organischem Wachstum macht Datagroup jedoch nicht, da sich das Unternehmen nach Übernahmen oft von weniger profitablen Umsätzen trennt und so eine scharfe Trennung eigenen Angaben zur Folge nicht möglich sei. Zugleich konnte das EBITDA weiter überproportional gesteigert werden. Dieses stieg im Zeitraum bis 30.06. um 27,1% auf 23,8 Mio. €, im dritten Quartal lag der Anstieg bei 13,9% auf 8,2 Mio. €. Damit konnte die EBITDA-Marge im dritten Quartal auf 12,5% verbessert werden (9M: 11,9%) und nähert sich sukzessive der Zielmarke von 13% an. Der unterproportionale Anstieg im dritten Quartal beim EBITDA dürfte jedoch maßgeblich von Einmalerträgen im Vorjahr geprägt sein. So lagen die sonstigen betrieblichen Erträge im Vorjahr im dritten Quartal bei 2,1 Mio. €, in diesem Jahr jedoch lediglich bei 1,1 Mio. €. In den beiden Vorquartalen lag die Differenz lediglich bei 0,2 Mio. € in Q1 und 0,3 Mio. € in Q2. Wie bereits durch entsprechende Meldungen berichtet, konnte Datagroup im dritten Quartal den Auftragseingang deutlich steigern, nennt hierbei jedoch keine konkreten Zahlen. Zu nennen ist hier beispielsweise der Großauftrag der NRW.Bank mit einem Auftragsvolumen im hohen zweistelligen Millionenbereich. Die gewonnenen Aufträge werden dazu führen, dass sich die Basis wiederkehrender Umsätze weiter erhöht. Insgesamt profitiert Datagroup weiterhin von der hohen Nachfrage nach Outsourcing-Dienstleistungen, sowohl bei Hybriden als auch public Cloud-Lösungen. Daher bestätigte das Management auch die Gesamtjahresprognose mit einem Umsatz von 265 Mio. € und >30 Mio. € EBITDA. Angesichts eines erreichten EBITDA von jeweils >8 Mio. € in den letzten beiden Quartalen dürfte dieses die Marke von 31 Mio. € im Gesamtjahr übertreffen können und somit meine Schätzungen von 31,3 Mio. € komfortabel erreichen. Mein Kursziel von 55,00€ hat damit weiterhin bestand. 


15.07.2018 | Größter Auftrag der Unternehmensgeschichte

Datagroup hat am Mittwoch den Zuschlag zu einem Großauftrag erhalten. Dabei handele es sich laut eigenen Angaben um den größten Auftrag der Firmengeschichte mit einem Volumen im oberen zweistelligen Millionenbereich. Hierbei wird Datagroup ab 1.07.2019 für die nrw.Bank für die kommenden 10 Jahre für den Betrieb und die Bereitstellung der kompletten IT-Infrastruktur als Managed Service verantwortlich sein. Dies ist als sehr positiv zu sehen, da dies auch das organische Wachstum stützt.


19.05.2018 |weiter hohe Umsatz- und Ergebnisdynamik zum halbjahr

Datagroup hat am Montag Zahlen für das erste Halbjahr 2017/18 veröffentlicht. So stiegen die Umsätze in den ersten 6 Monate des Geschäftsjahres um 23,6% auf 133,5 Mio. €, im zweiten Quartal um 25,6% auf 68,6 Mio. €. Maßgeblich dazu beigetragen haben die beiden im vergangen Jahr übernommenen Gesellschaften ikb Data und HanseCom. Dazu hat am dem zweiten Quartal auch die Übernommene Gesellschaft almato, ein auf Automatisierung von Geschäftsprozessen spezialisiertes Unternehmen, zusätzlich zum Umsatz beigetragen. Der organische Wachstumsbeitrag dürfte daher lediglich im niedrigen einstelligen Prozentbereich gelegen haben, eine genaue Zahl hat Datagroup nicht veröffentlicht.

 

Das EBITDA konnte sich weiter deutlich verbessern und stieg um 35,4% auf 15,6 Mio. € zum Halbjahr. Im zweiten Quartal wurde ein Zuwachs von 35,5% auf 8,5 Mio. € erzielt. Damit lag die EBITDA-Marge im zweiten Quartal bereits bei 12,4%. Für CORBOX konnten 12 neue Kunden gewonnen, bei 9 Kunden konnte ein Upselling durchgeführt werden. Gleichzeitig haben aber auch zwei kleinere Kunden gekündigt, sodass die aktuelle Zahl der CORBOX Kunden bei 152 liegt. Das organische Wachstum lag insgesamt in den ersten 6 Monaten bei ca. 1,5%, bei CORBOX bei etwa 2,5%. Herr Schaber zeigte sich im Gespräch aber zuversichtlich dies auf Jahressicht noch zu steigern. Derzeit befinde man sich in Ausschreibungen für zwei Großprojekte, die sich für die zukünftige Umsatzentwicklung sehr positiv auswirken würden. In den ersten 6 Monaten 2017/18 stieg das EBITDA weiter deutlich überproportional um 35,4% auf 15,6 Mio. €, im zweiten Quartal um 35,5% auf 8,5 Mio. €. Die EBITDA-Marge stieg dabei auf 11,7% respektive 12,4% und nähert sich somit sukzessive der Zielmarke von 13% an. Andererseits hat die Datagroup derzeit überdurchschnittliche Investitionen für zwei Themen. Zum einen werden Rechenzentren im Zuge der Übernahme der ikb im vergangenen Jahr umgezogen, zum anderen werden >3.000 Arbeitsplätze, ein Großteil davon bei Mitarbeitern aus der HPE, mit neuen Arbeitsplätzen ausgestattet. Insgesamt stiegen daher die Investitionen deutlich um 78,5% auf 10,5 Mio. € an. Der Großteil der Investitionen dürfte dabei nun aber bereits abgeschlossen sein.

 

Insgesamt habe ich meine Schätzungen an die Jahreszahlen 2016/17 sowie die Zahlen zum ersten Halbjahr angepasst und diese etwas reduziert. Zusammen mit dem deutlich erhöhten Capex und dem Kaufpreis für die almato reduziert sich daher das Kursziel leicht von 59€ auf 55€. Konkret rechne ich für das aktuelle Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 266,0 Mio. € (Prognose: >265 Mio. €) und einem EBITDA von 31,3 Mio. € (Prognose: >30 Mio. €). Liquide Mittel von knapp 40 Mio. € ermöglichen es der Gesellschaft zudem auch weiter anorganisch zu wachsen, um das avisierte Ziel, bis 2020/21 einen Umsatz von 500 Mio. € zu erzielen, zu erreichen.


28.02.2018 | Solider Jahresauftakt

 Datagroup hat heute Morgen planmäßig Zahlen für das erste Quartal 2017/18 veröffentlicht. So konnte im Zeitraum September bis Dezember 2017 der Umsatz um 21,5% auf 64,9 Mio. € gesteigert werden. Hierzu haben insbesondere die beiden im vergangenen Jahr übernommenen Gesellschaft ikb data und HanseCom beigetragen, deren anorganischer Effekt bei rund 10-11 Mio. € gelegen hat. Der gesamte Umsatzzuwachs lag bei 11,5 Mio. €, sodass das organische Wachstum bei in der Mitte 1,8% gelegen haben dürfte. Hier hatte ich mit einem etwas höheren Wachstum gerechnet, da meine Wachstumserwartung für das Gesamtjahr bei 22,1% liegt, sodass ich diese aller Voraussicht reduzieren werden muss, da der anorganische Effekt (ohne weitere Akquisitionen) nachlassen und sich somit auch das Wachstum verlangsamen wird. Daher dürfte auch das zweite Quartal weiter dynamisch mit zweistelligem Wachstum verlaufen. Das EBITDA hat sich sehr gut entwickelt und konnte wie erwartet überproportional um 35,2% verbessert werden. Hierzu dürfte insbesondere die ikb data beigetragen haben, die sehr gute Margen aufweist. Bedingt durch die Kapitalerhöhung im vergangenen Geschäftsjahr und höheren Abschreibungen durch die übernommenen Gesellschaften (insb. Abschreibungen auf Rechenzentren) war das Ergebnis je Aktie mit 0,22€ (-5,2%) leicht rückläufig. Wichtig ist hierbei jedoch das EBITDA, da dies auch die Basis für den operativen Cashflow ist. Zugleich betonte Datagroup nochmals die Verlängerung mit einem wichtigen Kunden über ein Umsatzvolumen von 16 Mio. €. Eine Prognose wird das Unternehmen wie bereits mit Veröffentlichung des Geschäftsberichts kommuniziert am kommenden Donnerstag auf der Hauptversammlung bekannt geben. Meine Schätzungen befinden sich derzeit noch in der Überarbeitung, dürften aber wie angedeutet beim Umsatz reduziert werden müssen, beim EBITDA sehe ich derzeit keinen nennenswerten Anpassungsbedarf. Das Kursziel bleibt vorerst bei 59,00€.


30.01.2018 | Feedback Telefonkonferenz

Die Datagroup hat gestern eine Telefonkonferenz zu den Jahreszahlen 2016/17 durchgeführt. Neben der Erläuterung der Zahlen hat Vorstand Herr Schaber auch über die aktuelle Entwicklung berichtet. So halte er eine Eigenkapitalquote von 25-30% (30.09.2017: 27,9%) für ein Wachstumsunternehmen für eine angemessene Größe. Der operative Cashflow i.H.v. 32,5 Mio. € habe im vergangenen Jahr Sondereffekte enthalten, weßhalb der bereinigte operative Cashflow bei 17,6 Mio. € (vj. 8,7) gelegen hat. Auch das EBITDA enthielt Sondereffekte i.H.v. rund 4,5 Mio. €, sodass das bereinigte EBITDA bei 22,7 Mio. € (vj. 16,2) lag. Im laufenden Geschäftsjahr wird noch mit einem positiven Sondereffekt von <1 Mio. € gerechnet. Die HanseCom würde sich sehr gut entwickeln und konnte den Vertrag mit dem größten Kunden der Hamburger Hochbahn um weitere 2 Jahre bis 2020 verlängern. Da von der neu erworbenen Gesellschaft noch kein Kunde im Bestand der Datagroup war, ergeben sich hier hohe Up-Selling und Cross-Selling Potenziale. Auch bei der im Herbst übernommenen ikb Data sehe man im Finanzsektor ein hohes Potenzial. In den kommenden Jahren soll sich der Umsatz dahingehend weiter verbessern, dass auch die Abhängigkeit des größten Kunden IKB reduziert wird. Insgesamt würden sich beide Übernahmen außerordentlich gut entwickeln. Das neue Geschäftsjahr 2017/18 sei zudem sehr gut gestartet. Seit Oktober konnte man 7 Neukunden mit einem Volumen von 4,7 Mio. € gewinnen, dazu wird ein Großkunde mit einem Umsatzvolumen von 16 Mio. € vorzeitig um weitere 3 Jahre verlängern. Auch 16 weitere Kunden werden laut Unternehmensangaben verlängern.

 

Im Bezug auf die zuletzt übernommene Almato wurde gesagt, dass diese im Verbund ein hohes Wachstum generieren sollte. Zuletzt konnte ein Auftrag mit einem Volumen von 1,5 Mio. € gewonnen werden. Mit Blick auf weitere Akquisitionen wolle man neben Personal auch ein SAP S4 Hana Unternehmen übernehmen, da hier besondere Personalknappheit bestehe. Für die Finanzierung von Übernahmen bis zu 20 Mio. € werde man hierbei auf den vorhandenen Liquiditätsbestand (30.09.2017: 53,2 Mio. €) zurückgreifen. Bei größeren Maßnahmen werde man über weitere Finanzierungsoptionen nachdenken. Im März wird eine Fremdkapitaltranche i.H.v. 8,5 Mio. € (Zins 5%) zurückgezahlt, die auch das Finanzergebnis entlasten sollte. Zwar hielt sich Vorstand Max H. Schaber mit Blick auf eine konkrete Prognose für 2017/18 auch im Conference Call zurück und verwies auf die Hauptversammlung, auf der jährliche die Prognose kommuniziert werde, er lies jedoch durchblicken, dass neben weiterem Wachstum auch insbesondere ein hohes Ergebniswachstum zu erwarten sei. Insbesondere das erste Halbjahr werde erneut sehr gut ausfallen. Mein Eindruck war daher insgesamt positiv, wenngleich man bei Datagroup immer genau schauen muss welche Umsätze organisch und anorganisch erzielt werden sowie welche Qualität das Ergebnis aufweist (Stichwort Sondereffekte).


25.01.2018 | Übernahme des Robotic-Spezialisten almato

Die Datagroup hat heute Morgen eine kleinere Akquisition bekannt gegeben. So wird zum 1. März die Almato GmbH zu 100% vollkonsolidiert, die im Jahr 2016 einen Umsatz von 4 Mio. € sowie eine zweistellige EBITDA-Marge erzielt hat. Das Unternehmen ist dabei als Value Added Reseller auf die Optimierung von Standard-Geschäftsprozessen spezialisiert und ist allen Voran Pionier in den Bereichen Robotic Process Automation sowie Real Time Interaction Management mit Kunden aus den Bereichen Telekommunikation, Versorgung, Finanzen, Handel, Industrie und Tourismus. Hierbei setzt Almato auf Standardsoftware, die nach den Kundenbedürfnissen eingeführt und individuell angepasst wird. Dadurch wird Almato das CORBOX Angebot/Portfolio um den Bereich der Anwendung robotergestützter Prozessoptimierung ergänzen. Weitere Details werden in der am kommenden Montag stattfindenden Telefonkonferenz erläutert. Ich werde die Übernahme im Rahmen meines Updates dann auch in meine Schätzungen einfließen lassen.


24.01.2018 | Geschäftsbericht veröffentlicht

Datagroup hat gestern wie erwartet nun Ende Januar die endgültigen Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr 2016/17 kommuniziert und im Zuge dessen auch den Geschäftsbericht veröffentlicht. Die vorläufigen Zahlen hatte das Unternehmen bereits Ende November im Rahmen des Eigenkapitalforums in Frankfurt bekannt gegeben. Noch nicht kommuniziert worden war die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr, die von 0,30€ auf 0,45€ angehoben werden soll. Allerdings sehe ich dies vor dem Hintergrund der aktiven M&A Strategie als wenig sinnvoll, da im Gegenzug regelmäßig kleinere Kapitalerhöhungen (10%) durchgeführt werden. Vielmehr profitiert der CEO und Großaktionär, der knapp über 50% der Anteile hält davon. Auch im letzten Geschäftsjahr waren dabei wieder Einmalerträge im Ergebnis i.H.v. 1,1 Mio. € enthalten. Für das aktuelle Geschäftsjahr 2017/18 hat der Vorstand bislang noch keine genaue Prognose kommuniziert, erwartet aber "deutlich bessere Umsätze und ein weiter verbessertes EBITDA". Eine quantifizierte Prognose wird der Vorstand im Zuge der Hauptversammlung abgeben. Der positive Trend aus dem vergangenen Geschäftsjahr habe sich aber auch im ersten Quartal fortgesetzt. Ich werde mir nun in den kommenden Wochen den Geschäftsbericht durchlesen, Rücksprache mit dem Unternehmen halten, mein Modell überarbeiten und dann ein entsprechendes Update geben.