Einhell entwickelt und vertreibt seit über 50 Jahren als einer der weltweit führenden Anbieter Lösungen für Heim- und Handwerker zur Anwendung in Haus, Garten und Freizeit. Einhell bedient Baumärkte und andere Vertriebskanäle mit Sortimentskompetenz im DIY Bereich. Einhell vertreibt im Wesentlichen handgeführte Elektrowerkzeuge, stationäre Werkzeuge und Zubehör, sowie Produkte im Bereich der Garten- und Rasenpflege und der Be- und Entwässerungstechnik. Einhell steht für Top-Produkte mit dem Prädikat: "Markenqualität zum besten Preis". Dabei wird das Hauptaugenmerk auf 100%ige Loyalität und Qualität gelegt. Kunden-zufriedenheit ist hierbei das oberste Ziel. Deswegen ist der kundenorientierte Service bei Einhell keine Floskel, sondern gelebter Anspruch. Mit dem Leitgedanken "Wir wollen nicht einfach nur gut sein – wir wollen eine einzigartige Marke sein" wird das Traditionsunternehmen auch in Zukunft diesen Anspruch verfolgen. Tochter-unternehmen und assoziierte Partner in aller Welt stellen die Nähe zu den weltweit agierenden Kunden des Einhell-Konzerns sicher.


12.10.2018 | Starker Währungsgegenwind macht Umsatzprognose zu ambitioniert

Einhell hatte bereits im Halbjahresbericht über deutlich verschlechterte Wechselkurse bei zahlreichen Währungen berichtet. Insgesamt hatten sich die negativen Wechselkurseffekte auf 12,8 Mio. € in den ersten 6 Monaten beim Umsatz belaufen. Zu nennen sind hierbei der australische Dollar, die türkische Lira, der argentinische Peso und der russische Rubel. Der Großteil dürfte allerdings auf die australische Tochtergesellschaft Osito zurückzuführen sein. Im ersten Halbjahr 2018 lag der australische Dollar auf Wochenschlusskursbasis 9,2% über dem Vorjahreswert, in Q3 ist er nun weiter um 7,1% gestiegen, sodass nach 9 Monaten ein 8,5% höherer Wert zu Buche steht.

 

Da sich auch die Entwicklung bei den anderen drei Währungen weiter verschlechtert oder zumindest nicht wesentlich gebessert hat, halte ich den aktuellen Umsatzausblick (610-615 Mio. € vs. 553,4 Mio. € in 2017) für zu ambitioniert. Da zudem noch keine Umsätze aus den USA zu erwarten sind, gehe ich davon aus, dass Einhell mit den Q3-Zahlen die Umsatzprognose leicht anpassen wird. Auch wenn diese Ende Juni auf Basis eines sehr guten ersten Halbjahres (+10,4%, Q2 +8,8%) von 600 Mio. € angehoben wurde. Auf Basis meiner leicht reduzierten Umsatzannahmen für dieses Jahr und einer Verschiebung der von mir bereits für dieses Jahr erwarteten Umsätze in den USA um ein Jahr nach hinten ergibt sich nun ein Umsatz von 602,3 Mio. €.

 

Zugleich sollte die Entwicklung in 2018 aber keine Auswirkungen auf die mittel- und langfristigen Perspektiven von Einhell haben und das Management dürfte die Prognose für 2022 mit einem avisierten Umsatz von 830 Mio. € bestätigen. Außerdem erwarte ich mit Blick auf die Margenentwicklung keine Anpassung der bisherigen Spanne von 6,9-7,4%. Zum Halbjahr und auch im zweiten Quartal lag Einhell mit jeweils 7,7% komfortabel darüber und sollte ein ähnliches Niveau auch im dritten Quartal erreichen können. Das vierte Quartal dürfte dann saisonal bedingt wieder schwächer ausfallen, sodass ich unverändert mit einer Vorsteuermarge von 7,1% und damit im mittleren Bereich der Spanne rechne. Ungeachtet der kurzfristigen Eintrübungen bleibt Einhell weiter aussichtsreich. Durch den geplanten Markteintritt in den USA über einen Partner erschließt sich das Unternehmen einen vielversprechenden Markt, der in den kommenden Jahren hohes Wachstumspotenzial bietet. Dazu kann sich Einhell durch die Kooperation mit einem Haushaltsgerätehersteller für den Power X-Change Akku neue Wachstumsfelder erschließen.

  

Dazu bleibt die Aktie mit Blick auf die fundamentale Bewertung attraktiv bewertet. Auf Basis eines erwarteten Ergebnis je Aktie von 7,63€ notiert die Aktie aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 11 sowie einem Enterprise Value/EBITDA von ca. 6 und ist damit vor dem Hintergrund der bestehenden Wachstumsperspektiven unverändert günstig anzusehen. Auf Basis des leicht reduzierten Umsatz- und Ergebnisniveaus sowie einem erhöhten Zinssatz um das höhere Währungsrisiko zu berücksichtigen reduziert sich das Kursziel aber von bislang 150,00€ auf 135,00€.