Fabasoft zählt zu den führenden Softwareproduktunternehmen und Cloud-Dienstleistern für digitale Dokumentenlenkung sowie elektronisches Dokumenten-, Prozess- und Aktenmanagement in Europa. Zahlreiche prominente Privatunternehmen und Organisationen der öffentlichen Hand vertrauen seit drei Jahrzehnten auf die Qualität und Erfahrung von Fabasoft. Die Produkte von Fabasoft dienen der Digitalisierung, Vereinfachung, Beschleunigung und Qualitätssteigerung von Geschäftsprozessen. Sie umfassen den Eingang, die Strukturierung, die team- und prozessorientierte Bereitstellung, die Bearbeitung und Erledigung, die sichere Aufbewahrung und das kontextsensitive Finden aller Geschäftsunterlagen. Fabasoft bietet innovative Möglichkeiten zur organisations- und länderübergreifenden Zusammenarbeit sowohl im Wege informeller Zusammenarbeit (Collaboration) als auch im Wege strukturierter Worklows. Kunden profitieren durch orts- und geräteunabhängigen Zugriff, efizientes Wissensmanagement, schnellere und wirtschaftlichere

Arbeitserledigung sowie durch verbesserte Nachvollziehbarkeit (Compliance). Über leistungsfähige, agile Entwicklungsumgebungen werden basierend auf den Fabasoft Produkten kundenspezifische Anpassungen, Fachanwendungen und Branchenlösungen umgesetzt. Die so entwickelte Fabasoft eGov-Suite ist die führende Anwendung für elektronisches Aktenmanagement im öffentlichen Sektor im deutschsprachigen Raum. Der Fabasoft Konzern ist mit Tochtergesellschaften in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA vertreten. Darüber hinaus unterhält das Unternehmen Vertriebs- und Projektpartnerschaften in diesen und weiteren Ländern. 


01.03.2019 | Hervorragendes drittes Quartal

Fabasoft hat gestern Zahlen für das dritte Quartal 2018/19 veröffentlicht, die sehr gut ausgefallen sind. So wurde der Umsatz im Berichtsquartal um 41,7% auf 11,90 Mio. € gesteigert, wozu u. a. auch Lizenzerlöse i.H.v. 2,47 Mio. € (vj. 0,83) beigetragen haben. Dadurch erhöhte sich das EBITDA um 125,8% auf 4,14 Mio. €, wodurch eine EBITDA-Marge von 34,8% (vj. 21,9%) erreicht wurde. Das EBIT stieg um 154,0% auf 3,46 Mio. € und die EBIT-Marge auf 29,1%. In den ersten 9 Monaten erhöhte sich dadurch der Umsatz um 24,0% auf 29,88 Mio. €. Dieser Umsatzanstieg war wie beschrieben durch einen deutlich erhöhten Softwareumsatz (+41,9%, 11,2% Umsatzanteil) geprägt, aber auch die Umsätze im Bereich Professional Services (+17,8%, 33,7% Umsatzanteil) stiegen deutlich. Damit erhöhten sich die Non-Recurring Umsätze um 23,1% auf 13,45 Mio. € (45,0% Umsatzanteil). Besonders hervorzuheben ist jedoch der Umsatzanstieg bei den Recurring Umsätzen i.H.v. 24,9% auf 16,44 Mio. €. Dadurch erreichten diese einen Umsatzanteil von 55,0% (vj. 54,6%) und bilden somit eine immer wichtigere Basis für nachhaltig steigende Umsätze sowie um Schwankungen bei den Softwareumsätzen zu kompensieren.

 

Der Lizenzerlös i.H.v. von knapp 2,5 Mio. € im dritten Quartal ist insbesondere auf die Österreichische Bundesverwaltung zurückzuführen, die den Nutzerkreis der Fabasoft eGov-Suite im Bereich der Bundesverwaltung ausweiten will. Seit Oktober 2018 nutzt dazu die Deutsche Wohnen die Fabsoft Cloud, ebenso die österreichische Post zur Digitalisierung von Mail Solutions. Zudem ist im Dezember die Abnahme des E-Aktie Bund Deutschland Systems erfolgt. Daneben habe sich auch die Marktresonanz für das Mindbreeze Angebot (76% Anteil durch Fabsoft) hervorragend entwickelt und es konnten einerseits weitere Erfolge im Direktgeschäft wie auch bei der Akquisition und der Zusammenarbeit mit internationalen Vertriebspartnern erzielt werden. Dadurch habe sich ein starkes Wachstum ergeben. Die Vorteile von Mindbreeze werden vor allem in der schnellen und kostengünstigen Einführung, aber auch im deutlich reduzierten Zeitaufwand in der Informationsbeschaffung sowie dem direkten Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg des nutzenden Unternehmens gesehen.

 

Auch zukünftig will man mit Mindbreeze weiter stark wachsen und sowohl über den direkten Vertrieb als auch über Partner die installierte Basis sukzessive ausbauen. Dafür wurde zuletzt auch die Organisationsstruktur durch die Gründung einer Tochtergesellschaft in Chicago erweitert, um Schlüsselprojekte in Nordamerika zu gewinnen. Daneben befinden sich Projektgewinne aus dem Vorjahr aktuell in den Umsetzungsphasen und führen zu einem erhöhten Personalbedarf, der auch durch einen verstärkten Zukauf von externen Dienstleistungen in der Phase des Flächen-Rollouts abgedeckt werden soll. Ich habe im Nachgang der Zahlen meine Schätzungen überarbeitet und erwarte nun einen Umsatzanstieg im Gesamtjahr von 23,5% auf 39,46 Mio. € (alt: 36,53) sowie ein EBITDA von 10,40 Mio. € (+47,5%, alt: 8,14). Für die kommenden beiden Jahre erwarte ich unverändert eine hohe Umsatzdynamik und eine Umsatzsteigerung auf 46,47 Mio. € (+17,8%) sowie 55,03 Mio. € (+18,4%). Das EBITDA sollte sich meinen Erwartungen zugleich weiter überproportional auf 12,90 Mio. € bzw. 16,23 Mio. € verbessern können. Dadurch erhöht sich das Kursziel von zuletzt 17,00€ auf nunmehr 19,00€. Dies würde auf Basis der Schätzungen für 2020/21 einem fair Value KGV von 24,2 und einem EV/EBITDA von 10,2 entsprechen.