Die Nabaltec AG entwickelt, produziert und vertreibt umweltfreundliche und zugleich  hochspezialisierte Produkte auf der Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere auf Basis von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern von funktionalen Füllstoffen und Spezialoxiden. Die Jahresproduktionskapazität liegt bei rund 260.000 Tonnen mit einem Exportanteil von über 70 %.


24.08.2018 | Solide Entwicklung zum Halbjahr

Nabaltec hat gestern Halbjahreszahlen veröffentlicht. So stiegen die Umsatzerlöse in den ersten 6 Monaten des Jahres um 3,5% auf 91,8 Mio. € an. Im zweiten Quartal wurde ein leicht geringeres Wachstum von 3,3% erreicht. Zurückzuführen ist dieses Wachstum dabei vor allem auf den Bereich Spezialoxide (Umsatzanteil ca. 35%). Dieser konnte die Umsätze um knapp 10% steigern, während der größere Bereich Funktionale Füllstoffe nur unwesentlich höhere Umsätze als in der Vorjahresperiode verzeichnete. Im Bereich Spezialoxide hat sich insbesondere der Produktbereich Böhmit mit einer deutlichen Dynamik erfreulich entwickelt. Hier war die Nachfrage nach Saparator-Folien für Lithium-Ionen-Batterien, die im Bereich E-Mobility eingesetzt werden, um rund 2/3 höher als im Vorjahreszeitraum. 

 

Bei der Ergebnisentwicklung hingegen belasteten einerseits höhere Rohstoffkosten, andererseits erhöhte Frachtkosten sowie ein Anstieg bei den Fremdleistungen für Reparaturen. Aber auch die Personalkosten stiegen leicht überproportional. Dem standen ein verbesserter Produktmix hin zu margenträchtigeren Produkten sowie Preiserhöhungen entgegen. Dadurch erhöhte sich das EBITDA zum Halbjahr um 3,9% wodurch die Marge einen Wert von 17% erreichte. Im zweiten Quartal war das EBITDA hingegen um knapp 3% rückläufig, die Marge lag mit 18% jedoch auf einem sehr guten Niveau. Im Augst hat nun die Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlagen bei der Nashtec in den USA begonnen, die seit August 2016 still gelegt waren. In dieser Zeit wurde beachtlicher Weise kein einziger Kunde verloren. Ab September soll die Nashtec dann wieder zum Umsatz beitragen. Damit werden die Kunden dann wieder aus den USA bedient, wodurch dann wieder Kapazitäten am Stammwerk in Schwandorf zur Verfügung stehen werden. Aufgrund dieser Übergangsphase (geringere Auslastung Schwandorf, Anlaufen USA) wird dies Belastungen auf die Ergebnismarge haben, die das Unternehmen betont. Ab 2019 sollte dann die volle Kapazität von 30.000 Tonnen p.a. bei Nashtec wieder zur Verfügung stehen. Dennoch bezeichnet Nabaltec das aktuelle Geschäftsjahr 2018 damit als Übergangsjahr. Dazu wurden in den USA Grundstücke und Gebäude erworben, um eine Produktionsanlage für veredelte Hydroxide mit einer Kapazität von etwa 30.000 Tonnen p.a. zu errichten. Diese soll Mitte 2019 die Produktion aufnehmen und bereits 1 Jahr später positiv zum Konzernergebnis beitragen. 

 

Zugleich bestätigte das Management den Ausblick, der einen Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie eine EBIT-Marge im oberen einstelligen Prozentbereich vorsieht. Der um >7% erhöhte Auftragsbestand zum Ende der Berichtsperiode bildet dabei eine gute Grundlage. Zudem betonte das Unternehmen, dass die weltweite Marktdynamik ungebrochen und die Nachfrage auf Kundenseite voll intakt intakt sei. Das Thema Zölle beeinträchtigt die Gesellschaft eigenen Angaben zu Folge nicht.