Die NorCom Information Technology AG (NorCom IT AG) entwickelt und implementiert Big-Data-Lösungen für internationale Unternehmen. Unser Antrieb ist, unseren Kunden zu helfen, ihre Daten in weltweit verteilten Rechenzentren mithilfe moderner Big-Data-, Machine-Learning- & Deep-Learning-Tools in einer produktiven Umgebung zu bearbeiten und zu analysieren. Wir konzentrieren uns derzeit unter anderem auf den Bereich Forschung & Entwicklung in der Automobilindustrie: Technologische Entwicklungen wie das autonome Fahren und Connected Car generieren dort explosionsartig anwachsende Datensätze, deren Verwaltung und Bearbeitung durch unsere Lösungen möglich wird. Die NorCom-Sotwarelösungen werden ergänzt durch das Dienstleistungsangebot, welches

beispielsweise Big Data-Infrastruktur, Data Engineering und Advanced Analytics umfasst. Als leidenschatliche Vordenker lieben wir Projekte, an deren Anfang lediglich eine Vision steht – und die wir von der innovativen Idee über Prototypen bis hin zum Betrieb möglich machen.


23.09.2019 | Schwieriges HJ1 + positiver Gerichtsentscheid

NorCom hat Ende August den Halbjahresbericht veröffentlicht und über einen Umsatz i.H.v. 7,03mEUR (-0,5%) berichtet, der damit auf Vorjahresniveau stagnierte. Während sich die Consulting Umsätze planmäßig stabil entwickelt haben dürften, haben im Bereich Big Data die Impulse für eine Umsatzsteigerung noch gefehlt. Dies ist auf die Investitionszurückhaltung in der Automobilbranche zurückzuführen. Bereits auf der Hauptversammlung wurde jedoch angedeutet, dass nun ein Wendepunkt erreicht sein könnte. Zurückzuführen ist dies u.a. auf die Umstellung bei Daimler von On Premise auf die Cloud-Lösung für DaSense. Bis Ende des Jahres sollen Projekte auf Basis der Cloud-Version starten. Allerdings war die Cloud-Fähigkeit von DaSense für Daimler ein wichtiges Entscheidungskriterium, sodass bewusst Verzögerungen akzeptiert wurden. Auch Detroit Diesel soll an die Cloud angeschlossen werden. Bei EAGLE erwartet das Management Ende 2019 den Go-Live für die nächste Ausbaustufe, in der EAGLE dann von bis zu 25.000 Audi Mitarbeitern im Bereich „technische Entwicklung“ eingesetzt werden soll. Auf der Hauptversammlung hatte NorCom zudem über eine umfangreiche Roadmap bis 2022 im Volkswagenkonzern berichtet. Wichtig war in diesem Jahr weiter der finale Abschluss der Partnerschaft mit FEV. Mit diesem Partner soll im Herbst ein entsprechendes Strategie-Meeting folgen. Mit dem bereits Ende 2018 gewonnenen Partner AVL wird mit dem ALP.Lab bereits das erste Projekt umgesetzt. Zudem will NorCom zukünftig mehr Unabhängigkeit von der Automobilbranche gewinnen und hat dazu bereits Gespräche mit potenziellen brachen übergreifenden Partnern für den Vertrieb von DaSense und EAGLE geführt. Laut Unternehmensangaben wurden diese Gespräche u.a. mit KPMG, Sopra Steria und Micorsoft geführt.

 

Mit Blick auf die Ergebnisentwicklung hat NorCom das Ergebnisniveau des Vorjahres gehalten und ein EBITDA i.H.v. 0,71mEUR (-4,2%) erzielt. Allerdings dürfte dies einerseits zum Großteil auf die Aktivierung von Eigenleistungen zurückzuführen sein und andererseits durch positive Effekte aus IFRS 16 (LSe: 0,2mEUR) profitiert haben. Dennoch gelang es NorCom im ersten Halbjahr 2019 die Investitionen in die Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der beiden Produkte DaSense und Eagle i.H.v. 0,72mEUR aus dem operativen Cashflow (1,12mEUR) zu finanzieren und gleichzeitig einen positiven Free Cashflow i.H.v. 0,40mEUR zu erzielen. In der zweiten Jahreshälfte wird die Ergebnisentwicklung maßgeblich auch durch eine Auflösung von Rückstellungen i.H.v. 1,80mEUR geprägt sein. So hat NorCom einen seit 2013 bestehenden Rechtsstreit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadt-Entwicklung (BMVBS) jüngst für sich entschieden und wird die dafür gebildete Rückstellung zum Jahresende auflösen können. Falls das BMVBS innerhalb von 6 Monaten keinen Widerspruch einlegt, wird NorCom darüber hinaus Forderungen i.H.v. 1,40mEUR + 5% Zins p.a. geltend machen. Legt das BMVBS dem entgegen innerhalb der genannten Frist Widerspruch ein, wird NorCom über eine neu zu bildende Rückstellung entscheiden.

 

Ich habe im Rahmen der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen meine Schätzungen lediglich an die Auflösung der Rückstellung i.H.v. 1,80mEUR sowie an Erstanwendung von IFRS 16 angepasst. Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass die Auflösung der Rückstellung lediglich in der Gewinn- und Verlustrechnung das Ergebnis erhöhen, jedoch Cash neutral bleiben wird. Dadurch wird dieser Effekt den Unternehmenswert zwar nicht beeinflussen, reduziert allerdings das Risikoprofil für NorCom. Meine EBITDA-Schätzung für 2019 erhöht sich damit von 1,13mEUR auf 3,02mEUR, während meine Umsatzschätzung i.H.v. 12,35mEUR unverändert bleibt. Für die Jahre 2020 & 2021 erhöht sich das EBITDA lediglich leicht um den genannten IFRS 16 Effekt. Daher ergibt sich auch für das Kursziel von 28,00€ keine Veränderung, impliziert aber unverändert eine deutliche Umsatzbelebung ab dem kommenden Jahr im Big Data Umfeld. 


11.07.2019 | Nach Cloud-Implementierung bei Daimler könnte Der Tiefpunkt überwunden sein

NorCom hat Ende April den Geschäftsbericht für 2018 veröffentlicht. So erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 11,76 Mio. € (-5,4%/LSe: 13,06) und lag damit unter der zu Jahresbeginn in Aussicht gestellten Umsatzsteigerung. Der Grund für den Umsatzrückgang war ein reduziertes Budget mit der Bundesagentur für Arbeit, aufgrund dessen die Consulting-Umsätze um rund 17% gesunken sind. Zwar konnten die Umsatzerlöse im Big Data Segment um knapp 16% gesteigert werden, jedoch aufgrund der noch geringeren Umsatzbasis die Umsatzrückgänge im Consulting nicht vollständig kompensieren. Dennoch war auch die Geschäftsentwicklung im Big Data Bereich gebremst von verzögerten Projekten und Sparmaßnahmen bei den Kunden aus dem Automotive Segment. Das EBITDA verringerte sich ebenfalls leicht um 4,3% auf 1,14 Mio. € (LSe: 1,12).

 

Es konnten allerdings im zukunftsweisenden Big Data Bereich auch Fortschritte im vergangenen Jahr erzielt werden. So wurde bei Audi die Live Schaltung für EAGLE erreicht und EAGLE wurde um zwei weitere Features erweitert. Dazu gelang es mit AVL eine erste Partnerschaft einzugehen, um das Vertriebspotenzial von DaSense zu stärken. Insbesondere im internationalen Vertrieb (außerhalb des deutschsprachigen Raums) ist NorCom auf Partner angewiesen. Anfang Juli konnte nun bekannt gegeben werden, dass die Roboterauto-Testregion ALP.Lap, ein Zusammenschluss von Automobilzulieferern (AVL, Magna), bei dem DaSense zu Testzwecken bereits eingesetzt wurde, DaSense für den realen Betrieb einsetzt. NorCom erhält hierfür einen festen Betrag sowie einen variablen Anteil, der sich am Volumen der analysierten Datenmenge orientiert. Neben AVL konnte mit FEV Europe jüngst ein zweiter Partnervertrag unterzeichnet werden. Mit weiteren potenziellen Partnern wie P3 und Horiba gebe es zudem erste Projekte. Für EAGLE wurde NorCom Ende Juni mit der Entwicklung weiterer Produktmodule durch Audi beauftragt und erhielt hierfür ein Budget von 1,00 Mio. €. Bis Ende dieses Jahres soll dies abgeschlossen werden, sodass dann im Anschluss bis zu 25.000 Mitarbeiter des Bereichs „Technische Entwicklung“ EAGLE einsetzen sollen. Daran anschließend soll die Lizenzierung neu verhandelt und auch der Einsatz im Gesamtkonzern vorbereitet werden. Auf der Hauptversammlung wurde dazu bekannt, dass VW einen Rollout-Plan für EAGLE erstellt habe, auf Basis dessen im kommenden Jahr Audi, 2021 VW (Marke) und 2022 Porsche geplant sei. Weitere Marken aus dem Konzern könnten folgen. Bei BMW dagegen sei das Projekt vorerst gestoppt worden und wird möglicherweise 2020 wieder aufgenommen.

 

Mitte Mai hatte NorCom Zahlen für das erste Quartal 2019 veröffentlicht, die noch keine Besserung zeigten. Demnach ging die Gesamtleistung erneut um 5,6% auf 3,40 Mio. € zurück, das EBITDA reduzierte sich sogar um 60,0% auf 0,20 Mio. €. Dagegen zeigten die im Rahmen der Hauptversammlung bekannt gegebenen vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr wieder eine bessere Entwicklung. So konnte im zweiten Quartal die Gesamtleistung um 8,0% auf 3,80 Mio. € gesteigert werden, das EBITDA erhöhte sich sogar um knapp 64,0% auf 0,40 Mio. €. Zwar lag das EBITDA zum Halbjahr damit noch mit 0,60 Mio. € 19,4% unterhalb des Vorjahreswertes, die Gesamtleistung konnte aber leicht um 1,1% auf 7,20 Mio. € gesteigert werden. Dies könnte nun auch ein Trend für die kommenden Quartale sein, nachdem beispielsweise bei Daimler die Umstellung auf die Cloud (bisher bei Daimler im Rechenzentrum) abgeschlossen ist.

 

Im Rahmen der Jahreszahlen 2018 und der Zahlen für das erste Halbjahr 2019 habe ich mein Modell angepasst und meine Schätzungen überarbeitet. Ich rechne nun für 2019 mit einem leichten Umsatzanstieg von 5,0% auf 12,45 Mio. € und einem EBITDA i.H.v. 1,13 Mio. € (-0,8%). Für die kommenden beiden Jahre erwarte ich aufgrund der wieder verbesserten Situation bei Daimler, den Rollout-Plänen bei Audi, VW und Porsche sowie den Partnerschaften mit AVL sowie FEV mit einem deutlichen Wachstum von jeweils 20%. Das EBITDA sollte sich zugleich überproportional entwickeln können, weshalb ich hier mit einer Steigerung auf 2,06 Mio. € 2020 sowie 3,62 Mio. € 2021 kalkuliere. Zugleich wurde auf der Hauptversammlung nochmals die Aussage aus den beiden Vorjahren bestätigt, dass allein das Potenzial bei Daimler es ermögliche, sich im Umsatz zu verzehnfachen. Auf Basis meiner überarbeiteten Schätzungen ergibt sich nun ein neues Kursziel von 28,00€ (bisher: 93,00€). 


11.10.2018 | AVL als Partner gewonnen

Nachdem NorCom bereits Mitte Juli über fortgeschrittene Gespräche mit AVL bezüglich einer mögliche Partnerschaft für die eigene Softwareplattform DaSense berichtet hat, konnte nun Vollzug vermeldet werden. So wurde gestern bekannt, dass beide einen Partnervertrag unterzeichnet haben mit dem Ziel, die DaSense Plattform gemeinsam weiterzuentwickeln, diese in das AVL Lösungsportfolio zu integrieren und zusammen weltweite Projekte zu realisieren. Noch in diesem Jahr soll die Zusammenarbeit beginnen. AVL ist einer der weltweit größten Unternehmen für die Entwicklung, Simulation und Prüftechnik von Antriebssystemen  für PKWs und LKWs. Mit der Kooperation kann NorCom auf das umfangreiche Vertriebsnetz und die Vertriebsstärke des rund 1,6 Mrd. € umsatzstarken Weltkonzerns zurückgreifen, wodurch sich die Vertriebschancen und Erfolgsaussichten deutlich erhöhen sollten. Zugleich wird damit auch die Notwendigkeit von DaSense bestätigt. Bereits seit dem vergangenen Jahr hat AVL in Österreich bei Graz unter dem Namen "Alp.Lab" eine Infrastruktur zum Testen von autonom fahrenden Fahrzeugen aufgebaut. Das Unternehmen argumentiert, dass sich dadurch die Testphase vieler Automobilhersteller von bis zu 8 Jahren auf 2 Jahre verkürzen könne. Mit dem Gewinn von AVL als Partner kommt NorCom zudem dem Ziel, in der zweiten Jahreshälfte 2-3 Partner zu gewinnen ein gutes Stück näher. Dazu verringert sich die Abhängigkeit von großen Automobilherstellern wie Daimler. Damit sollte das Vertrauen von Anlegern in die Strategie des Vorstandes nun wieder steigen, nachdem der Aktienkurs von 70€ auf nun unter 30€ deutlich zurückgefallen ist. 


07.10.2018 | Toyota & Softbank arbeiten beim Thema autonomes Fahren zusammen

Toyota und die Softbank haben Ende der Woche die gemeinsame Zusammenarbeit beim Thema autonomes Fahren bekannt gegeben. Hierzu werden beide ein gemeinsames Joint-Venture unter dem Namen MONET ("Mobility Network") gründen, an dem die Softbank einen Anteil von 50,25% halten soll. Die Zusammenarbeit ergänzt hierbei die bereits bestehenden Engagements im Bereich autonomen Fahren, Car Sharing und anderen Mobilitätsdienstleistungen. Softbank und Toyota sind beide bereits an Uber, Grab und Didi Chuxing beteiligt. Zuvor hatten bereits Honda und General Motors bekannt gegeben, ihre gemeinsame Zusammenarbeit beim Thema autonomes Fahren zu intensivieren. Auch Renault-Nissan und Daimler wollen eine Ausweitung ihrer Zusammenarbeit beim autonomen Fahren prüfen. Mit Daimler hatte NorCom wie bereits in früheren Beiträgen beschrieben, kurz vor Weihnachten letztes Jahres eine Zusammenarbeit bzw. den Verkauf einer Unternehmenslizenz von DaSense bekannt gegeben. Allerdings haben sich interne Themen bei Daimler verzögernd auf die Zusammenarbeit ausgewirkt. Dennoch geraten die deutschen Autobauer immer mehr unter Druck, was alternative Antriebstechnologien sowie das Thema autonomes Fahren betrifft, ihre Vorreiterrolle weltweit zu behaupten. Auch wurde nun Anfang Oktober eine Teststrecke für autonomes Fahren in der Nähe von Aachen durch die RWTH Aachen eröffnet und zeigt, dass das Thema sowohl von großen Technologiekonzernen wie auch Forschungseinrichtungen zunehmend angegangen wird. NorCom hatte zuletzt angekündigt, noch 2-3 Partnerschaften in diesem Jahr abschließen zu wollen. Durch die verstärkten Aktivitäten von Softbank, Toyota, Honda und General Motors dürfte das Thema autonomes Fahren auch bei anderen Herstellern wie BMW oder Audi noch mehr in den Fokus rücken. Und auch bei Daimler dürfte diese Entwicklung nicht unbeobachtet bleiben. Daher ist die aktuelle Entwicklung grundsätzlich positiv zu sehen, wenngleich die genauen Auswirkungen auf NorCom nicht abschätzbar sind. 


26.09.2018 | Verzögerungen mit Daimler trüben Halbjahreszahlen

NorCom hat Ende August Zahlen für das erste Halbjahr 2018 veröffentlicht. So war der Umsatz in den ersten 6 Monaten durch ein reduziertes Auftragsvolumen der Bundesagentur für Arbeit i.H.v. 200TEUR seit Q2 2017 mit 5,5% rückläufig. Die Gesamtleistung ging um 6,4% zurück. Im zweiten Quartal konnte nach einem Rückgang von 12,2% in den ersten 3 Monaten jedoch wieder ein leichtes Plus von 0,5% bei der Gesamtleistung erreicht werden. Das EBITDA war hingegen im ersten Halbjahr um 17,4% auf 0,74 Mio. €rückläufig, im zweiten Quartal sogar um 49,3% auf 0,24 Mio. €. Zurückzuführen ist dies zum einen auf konstant gebliebene Personalentwicklung und zum anderen auf einen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Dies dürfte u.a. auf Kosten im Zusammenhang mit der Vorbereitung zur Umwandlung in die KGaA zurückzuführen gewesen sein, die  - bis zur Hauptversammlung Anfang August - Kosten i.H.v. 90TEUR verursacht hat. Im ersten Halbjahr hat sich die Gesellschaft auf die Fortführung der gewonnenen Projekte, die Weiterentwicklung der Produkte sowie den Aufbau von Vertriebspartnerschaften fokussiert. Während sich die Zusammenarbeit mit Audi beim Produkt EAGLE positiv entwickelt, gibt es mit Daimler bei DaSense Verzögerungen durch interne Umstrukturierungen beim Autobauer. Dadurch verschieben sich die Umsatzerlöse zeitlich nach hinten, wenngleich NorCom nicht genau sagen kann in welchem Maße. Auf der Produktseite wurden weitere 400TEUR in die Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der beiden Produkte EAGLE und DaSense investiert. Auch ein drittes Produkt nehme laut Unternehmensangaben Formen an und soll bis Ende des Jahres in einer Beta-Version auf den Markt gebracht werden. Vertriebsseitig konnten die Vertragsverhandlungen mit AVL über eine Zusammenarbeit konkretisiert werden, wenngleich bis dato noch kein finaler Abschluss gelungen ist. Die Partnergewinnung wird daher auch für die zweite Jahreshälfte einen bedeutenden Schwerpunkt einnehmen, um im Vertrieb signifikant voran zu kommen. Bis Jahresende will das Management hierzu noch 2-3 Partner gewinnen.  Gelingt dies, kann sich auch die Aktie wieder deutlich von ihrem aktuellen Niveau nach oben bewegen. Hierzu muss das Management nun aber endlich weitere Erfolge liefern, nachdem sich beispielsweise die Zusammenarbeit mit Daimler weiter verzögert und die vielversprechenden Aussichten weiter auf sich warten lassen. Ich werde daher auch meine Schätzungen inklusive meines Kursziels von 93€ überarbeiten.


28.06.2018 | Hauptversammlung soll für KGaA Umwandlung stimmen

Am 03.August wird in den Räumlichkeiten der Börse München die Hauptversammlung der NorCom (AG) stattfinden. AG in Klammern weil sich dies laut Tagespunkt 5 "Beschlussfassung über den Formwechsel der Gesellschaft in die Rechtsform der Kommanditgesellschaft auf Aktien" bald ändern soll. Offizielle Begründung laut Unternehmensmeldung vom 17.05.2018 (Link hierzu ; Umwandlungsbericht unter folgendem Link) ist folgende: "Diese Rechtsform soll NorCom gewissermaßen als Schutzschild vor ungewollten und nicht kontrollierbaren Übernahmen dienen. Wir stehen an der Schwelle einer ganz neuen und nach den Erfahrungen 2017 sehr erfolgreichen Phase in unserer Unternehmensentwicklung. Um das erwartete starke Wachstum mit einer größtmöglichen Selbstbestimmung zu kombinieren, wählen wir diesen Weg und bleiben gleichzeitig offen für unternehmerische Partnerschaften beispielsweise in Form von Joint Ventures für gemeinsame Go-To-Market-Strategien, Entwicklungen und Projekte." Meines Erachtens ist dies aber nicht im Sinne aller Aktionäre, sondern lediglich im Interesse von Herrn Nordbakk und ggf. Frau Nordbakk. Diese halten beide laut Angaben auf Comdirect ca. 30,5% der Aktien. Zieht man die eigenen Aktien der AG selber i.H.v. 6,0% ab, kommen beide auf einen stimmberechtigten Anteil von 32,4%. Beide haben also nicht die Mehrheit am Grundkapital aber Herr Nordbakk will für sich die alleinige Bestimmung über die Gesellschaft. Für mich ein Umstand der in einer demokratischen Wertvorstellung keinen Platz hat. Meines Erachtens ist dies ein inakzeptabler Umstand, da damit das Recht aller anderen Aktionäre an ihrer Gesellschaft beschnitten wird. Es erscheint daher nicht akzeptabel, das ein Minderheitsaktionär über alle anderen Aktionäre hinweg alleine entscheiden kann. Erinnerungen an eine Monarchie kommen dabei auf. Dies ist aber keinesfalls im Sinne einer börsengelisteten Gesellschaft. Zudem ist die angeführte Begründung meines Erachtens mehr als fragwürdig. Denn demnach müsste dies jeder Konzern machen, der Geschäftsbeziehungen zu OEMS hat. Ein potenzieller "Störenfried" müsste schon viele Aktien an NorCom erwerben, damit das genannte Szenario eintritt. Ein Umstand der für mich unrealistisch erscheint. Da Herr Nordbakk bereits >25% der Aktien hält, verfügt er sowieso über eine Sperrminorität. Zudem würde es ihm zustehen, weitere Aktien der Gesellschaft zu erwerben um seinen Einfluss, wie jeder andere Aktionär auch, zu erhöhen. Darüber hinaus würde es immer noch allen Aktionären obliegen ein mögliches Übernahmeangebot eines potenziellen Übernehmers anzunehmen oder nicht. Insgesamt ist die geplante Umwandlung daher meines Erachtens nicht im Sinne aller Aktionäre und es sollte somit versucht werden dies zu verhindern. Wenn man sich die Reaktion der Aktie seit Ankündigung anschaut ist die Meinung des Kapitalmarktes dazu ebenfalls eindeutig. Da rund 63,5% der Aktien nicht im Bestand der beiden Nordbakks sind, besteht m.E. eine realistische Chance, dies zu verhindern. Laut Satzung der Gesellschaft (Link dazu) bedarf es zu Beschlüssen einer einfachen Mehrheit. Demnach müssten etwa 47% der Aktionäre dagegen stimmen. Ein hoher, aber grds. m.E. nicht unrealistischer Wert. Ich selber werde am 03.08.2018 auf die Hauptversammlung gehen und kann nur all diejenigen, die auch Aktionäre der Gesellschaft sind, auffordern und ermutigen ebenfalls ihr Stimmrecht auszuüben. Gerne kann man mir aber auch seine Stimmrechte übertragen, wenn man selber nicht an der HV teilnehmen kann.


31.05.2018 | Unternehmen prüft Umwandlung in KGAA

Wenig erfreuliche Meldungen gab es zuletzt bei NorCom. Nachdem die Aktie zuletzt unter der Big Data Phantasie sowie der Initial Coverage von Hauck & Aufhäuser deutlich angestiegen war, gab das Unternehmen nun bekannt, dass man eine Umwandlung in eine KGaA prüfe. Dies wäre ein Unding, weil damit eine Verwässerung durch eine Kapitalerhöhung beispielsweise für seine Bestimmung über die Gesellschaft keinerlei Auswirkungen hätte. Vielmehr hätte er durch diese Konstellation das Sagen über die Gesellschaft und alle anderen Aktionäre hätten keinerlei Mitspracherecht. Er selber hält 25,3%, seine Ex Frau 5,2%. Dazu hält die AG selber noch 6,0% der Aktien. Zusammen würde man also auf 36,5% der Stimmen kommen. Eine Entscheidung auf der Hauptversammlung wäre damit noch nicht sicher und es würden durchaus Chancen bestehen, dieses Vorgehen zu verhindern weil es ein Unding für die Aktienkultur ist. Wenn jemand das Sagen über eine Gesellschaft haben will, kann er dies über die Kapitalmehrheit tun. Dass ein Minderheitsaktionär jedoch das Sagen über alle anderen Aktionäre bekommen soll ist ein Unding. Daher kann ich nur jeden dazu appellieren, der NorCom Aktien hat auf der HV gegen dieses Vorgehen zu stimmen oder die Stimmrechte dazu zu übertragen. Hierbei zählt jede Stimme. Ich selber werde auch auf die Hauptversammlung gehen und biete mich an, übertragene Stimmrechte anzunehmen und entsprechend gegen dieses Vorhaben zu stimmen. Finden sich ausreichend Aktionäre wäre es also möglich eine Umwandlung in eine KGaA zu verhindern für die es objektiv keinerlei Gründe gibt. Alle NorCom Aktionäre die nicht an der HV teilnehmen können und ihre Stimmrechte übertragen wollen, können mich über mein Kontaktformular auf meiner Homepage anschreiben. Ich kann nur dazu appellieren und alle NorCom Aktionäre eindringlich dazu auffordern ihre Stimmrechte selber auszuüben oder ausüben zu lassen.


04.05.2018 | gemischte Q1-Zahlen

Die NorCom Aktie ist zuletzt deutlich unter Druck geraten. Grund dafür waren zum einen schwache Jahreszahlen für 2017 als auch gemischte Zahlen für das erste Quartal 2017. So gingen die Umsätze im vergangenen Geschäftsjahr um 30,3% auf 12,4 Mio. € deutlich zurück, nachdem sich der monatliche Umfang bei der Bundesagentur für Arbeit in der zweiten Jahreshälfte reduziert hatte. Zugleich belasteten Kosten für die Fertigstellung der beiden Produkte DaSense und EAGLE das Ergebnis, sodass das EBITDA um 28,5% und das EBIT um 29,7% zurückgingen. Für das Geschäftsjahr 2018 geht das Unternehmen von einem leichten Umsatzwachstum bei einer verbesserten EBIT-Marge aus. So soll der noch in der ersten Jahreshälfte anfallende Umsatzrückgang mit der BA durch steigende Umsatzbeiträge aus dem Big Data Geschäft kompensiert werden. Im ersten Quartal konnte dies jedoch noch nicht vollständig erreicht werden. So sank die Gesamtleistung von 4,1 Mio. € im ersten Quartal 2017 auf 3,6 Mio. € (-12,2%) in den ersten drei Monaten 2018. Dennoch konnte das EBITDA von 0,4 Mio. € auf 0,5 Mio. € verbessert werden. Hinsichtlich des Potenzials der Gesellschaft sind die Aussichten jedoch unverändert sehr gut und die Entwicklung bleibt unverändert spannend. Mein Kursziel bleibt daher weiter bei 93,00€.


29.03.2018 | Unsicherheiten beim Thema autonomen Fahren nach Unfällen

Die NorCom Aktie ist in den letzten Tagen wieder nach unten gerutscht. Neben der allgemeinen Marktkorrektur und dem starken Kursanstieg zuvor dürfte dies u.a. auch auf die Unfälle in den USA mit autonomen Autos (Uber, Tesla) und der damit verbundenen Diskussion um selbstfahrende Autos verbunden sein. Zur Einordnung: NorCom liefert mit DaSense eine Datenanalysesoftware, die zum auswerten von Daten bei autonomfahrenden Fahrzeugen eingesetzt werden kann. So war zuletzt in den USA eine Person von einem selbstfahrenden Uber Fahrzeug tödlich erfasst worden (Link dazu). Kurze Zeit später kam es mit einem selbstfahrenden Tesla zu einem tödlichen Unfall (Link dazu). Infolge dessen hatte zunächst Uber autonomfahrende Fahrzeuge bis auf weiteres aus dem Verkehr gezogen, auch NVIDIA kündigte an, die Tests zunächst einzustellen (Link dazu). Erst kürzlich hatte sich beispielsweise Volkswagen sehr zuversichtlich zum Thema autonomen fahren geäußert. Meiner Meinung nach sind die deutschen Automobilhersteller jedoch viel vorsichtiger und akribischer was das Thema angeht. Dazu befinden sich die deutschen Autohersteller weiterhin in der Testphase, sodass ich von keinen negativen Auswirkungen für NorCom rechne. Vielmehr könnte es dazu kommen, dass bei erfolgreichen Tests mit Daimler, auch Firmen wie Uber, Tesla, NVIDIA oder Google auf NorCom aufmerksam werden könnten. Bislang ist NorCom jedoch wie Herr Nordbakk vergangenen Freitag erzählte nicht auf deren Radar, da das Unternehmen noch zu klein sei und selber auch kaum Marketing mache. Mein Kursziel von 93€ bleibt daher unverändert bestehen. Die Wachstumsaussichten für das Unternehmen sind unverändert hervorragend.


27.03.2018 | Treffen mit CEO Viggo Nordbakk in München

Vergangenen Freitag hatte ich in München die Gelegenheit, den CEO und Gründer der NorCom AG, Viggo Nordbakk zu treffen. In meinem ersten persönlichen Gespräch mit ihm diskutierten wir über 2h lang die Chancen und Potenziale des Unternehmens. Bereits Seit über einem Jahr verfolge ich die Gesellschaft und war bereits im vergangenen Jahr auf der Hauptversammlung des Unternehmens. Seit Januar befindet sich die Aktie nun im wikifolio "Chancen suchen und finden" und konnte in der Zwischenzeit um beachtliche knapp 32% an Wert gewinnen.

 

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20.02.2018 | Vom Restrukturierungsfall zum Überflieger

Nachdem 2014 zwei Tochtergesellschaften verkauft wurden, hat sich das Unternehmen im Bereich Big Data neu aufgestellt und fokussiert sich in dem stark wachsenden Markt auf die deutsche Automobilbranche. Auch wenn sich der Aktienkurs bereits sehr gut entwickelt hat, sieht sich das Unternehmen derzeit noch in einer Start-Up Phase. Ein Grund uns die Aktie der Norcom näher anzusehen. Norcom ist auf die Anwendung von modernen Big Data Technologien spezialisiert und bietet Kunden hierbei individuelle Lösungen auf Basis der Produkte NDOS, EAGLE und DaSense an, die durch Consulting Leistungen ergänzt werden. Durch das starke Wachstum, dass im Bereich Big Data in den kommenden Jahren erwartet wird, fokussiert sich NorCom auf die wichtigste deutsche Branche, den Automobilsektor, um an diesem Trend entsprechend zu partizipieren. Dabei möchte sich NorCom auch den Wettbewerbsvorsprung von etwa 2 Jahren zu eigen machen. Der Big Data Markt in Deutschland ist laut Experten wohl einer der am dynamischsten wachsenden Märkte in den kommenden Jahren. So soll sich das Marktvolumen in den nächsten Jahren ausgehend von rund 1,4 Mrd. € im Jahr 2015 jährlich um ca. 23% erhöhen. Im Jahr 2020 soll das Marktvolumen in Deutschland demnach bereits rund 3,7 Mrd. € betragen. NorCom erachtet davon einen Anteil von ca. 80% als entsprechend relevant an. Auch für die Automobilbranche wird das Thema Big Data immer wichtiger.

 

So wurde auf der Hauptversammlung der Gesellschaft erläutert, dass die Automobilhersteller in diesem Bereich allein 100 - 150 Mio. € an Kosten pro Fahrzeugreihe in den kommenden Jahren einplanen. Bei Audi würden Mitarbeiter beispielsweise jeden Tag 20 Minuten nach Dokumenten suchen, wodurch jährliche Kosten von rund 60 Mio. € entstehen. Laut Branchenverband Bitkom enfallen auf den Automobilbereich rund 21% des BigData Marktes und zeigt damit die hohe Relevanz. Dennoch sind die beiden wichtigen Lösungen DaSense und EAGLE branchenunabhängig einsetzbar und machen die Software damit auch für andere Branchen attraktiv. Auch wenn sich NorCom aktuell noch in einer Art Start-Up Phase sieht, konnten bereits namhafte Namen als Kunden gewonnen werden. So wurde bereits im Herbst 2016 Audi für die Kommunikationsplattform EAGLE gewonnen. Die Zusammenarbeit ist dabei über 2 Jahre ausgelegt und das Vertragsvolumen beläuft sich auf rund 5,0 Mio. €. Ende März gab NorCom dazu bekannt, dass sich Audi auch für die Big Data Analyse-Plattform DaSense, die im April in ihrer neuesten Version gelauncht wurde, entschieden habe. Das Unternehmen sieht dabei Audi insbesondere auch als wichtige Referenz für den gesamten Volkswagen-Konzern, den NorCom perspektivisch ebenfalls gewinnen möchte. Dazu konnte für DaSense auch Daimler als Kunde gewonnen werden. Allerdings kam es aufgrund der Partnerschaft zwischen Bosch und Daimler zunächst zu Verzögerungen. Das Management stellte jedoch in Aussicht, dass sich ab der zweiten Jahreshälfte die Datenmenge, die die wichtige Kenngröße für die Lizenzumsätze darstellt, erhöhen wird und damit zu einem entsprechenden Umsatzwachstum bei einem attraktiven Ergebnisbeitrag führt.

 

Kurz vor Weihnachten gab NorCom dann bekannt, dass man von Daimler den Zuschlag zum Einsatz für DaSens in der kompletten Entwicklungsabteilung erhalten habe, was als eine Art Ritterschlag gesehen werden kann. Neben einer einmaligen Lizenzgebühr ist nun mit zunehmenden Umsätzen aus dem Abruf von Datenmengen mit entsprechend attraktiven Ergebnisbeiträgen zu rechnen. Zudem wurde im Juli bekannt, dass BMW China zukünftig auch DaSense einsetzen wird und dient dabei als wichtige Referenz für den Gesamtkonzern. Daneben konnte die Firma Stihl, bei der sich NorCom gegen eine Branchengröße wie IBM durchgesetzt hat, gewonnen werden. Die Zusammenarbeit soll Anfang 2018 starten. Dazu wurde auch ein DAX Unternehmen aus Bayern im Bereich Maschinenbau gewonnen werden. Dennoch kommt der größte Kunde mit rund 68% Umsatzanteil im Geschäftsjahr 2016 mit der Bundesagentur für Arbeit noch aus dem Bereich Infrastructure. Dort unterstützt NorCom durch Dienstleistungen für den IT-Betrieb in unterschiedlichen Themen und betreut die Bundesagentur für Arbeit dabei bereits seit mehreren Jahren. Durch die schwierigen Jahre 2010 - 2013 wurden insgesamt knapp 17 Mio. € operativer Verlust erwirtschaftet, wodurch sich hohe Verlustvorträge angesammelt haben. Zum 31.12.2016 bestanden auf Konzernebene rund 20 Mio. € Verlustvorträge, wovon auf die AG im Einzelabschluss ca. 16 Mio. € entfallen. Daher ist zukünftig weiterhin mit einer sehr geringen Besteuerung bzw. einer Mindestbesteuerung zu rechnen. Dadurch ist auch im steuerlichen Einlagekonto eine Summe von 54 Mio. € entstanden, die im Falle einer Dividendenzahlung damit steuerfrei ausgeschüttet werden kann. Allerdings möchte sich das Unternehmen zunächst primär auf das weitere Wachstum fokussieren.

 

Mit Blick auf die Zahlen zum ersten Halbjahr 2017 zeigt sich ein gemischtes Bild. Während der Umsatz um 3,7% zurückging, erhöhte sich das operative Ergebnis um 77,3%, wodurch die EBIT-Marge auf 11,7% anstieg. Der nahezu unveränderte Umsatz ist dabei auf die genannte Verschiebung des Projektes mit Daimler sowie rund 200TEUR niedrigeren Umsätzen pro Monat mit der Bundesagentur für Arbeit im Zuge des neuen Vertrags zurück zuführen. Das starke Ergebnis ist hingegen durch Lizenzverkäufe bei EAGLE und DaSense geprägt, wenngleich NorCom für das zweite Halbjahr mit einer zunehmenden Datenmenge und somit weiter steigenden Lizenzumsätzen rechnet. Dadurch erwartet der Vorstand aktuell eine Gesamtleistung von 17 - 19 Mio. € (2016: 18,1) und ein EBITDA zwischen 1,5 - 2,0 Mio. € (2016: 1,6). Der Vorstand betonte jedoch auch auf der Hauptversammlung noch einmal, dass es zunächst wichtig ist, den Kunden von der Software und den Möglichkeiten zu überzeugen und dass dies auch Zeit koste. Daher werden Kunden auch Testzugänge ermöglicht, um sich einen bestmöglichen Eindruck von der Plattform zu bilden.

 

Fazit: Auch wenn die Aktie der NorCom AG in den letzten Monaten bereits stark angestiegen ist, ist die operative Entwicklung noch immer erst am Anfang. Zwar dürfte der Aktienkurs bereits einiges vorweg genommen haben, aber gelingt es dem Unternehmen die Software bei den großen Automobilherstellern auf Konzernebene und nicht nur wie bislang in einzelnen Abteilungen zu platzieren, ergibt sich ein immensens Umsatz- und Ergebnispotenzial. Allein mit Daimler könnte man laut Unternehmensvorstand und größtem Einzelaktionär Herrn Viggo Nordbakk 10 mal so groß sein wie aktuell. Unterstellt man dabei lediglich eine Verfünffachung der Umsätze und eine EBIT-Marge von 20%, die durch die steigenden Lizenzumsätze realistisch sein sollte, sowie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von nur 15, ergibt sich eine Marktkapitalisierung von rund 200 Mio. €, entsprechend einem Aktienkurs von knapp ca. 93€. Verglichen mit dem derzeitigen Kursniveau von rund 67€ ergibt sich damit potenziell eine weitere Kursteigerung, wenngleich die zeitliche Entwicklung dessen sehr schwer abschätzbar ist. Hauck & Aufhäuser hatte vor kurzem dazu die Coverage mit einem Kursziel von 90€ aufgenommen. Auch berichtete der Vorstand auf der diesjährigen Hauptversammlung davon, dass von Seiten der Kunden ein entsprechendes Interesse an einer Finanzbeteiligung bestehe, um sich die Technologie bzw. die Innovation zu sichern. Dies könnte beispielsweise durch einen Verkauf der bestehenden eigenen Aktien i.H.v. 6,0% geschehen.