Der STEICO Konzern entwickelt, produziert und vertreibt ökologische Bauprodukte aus nachwachsenden Rohstoffen. Dabei ist STEICO europäischer Marktführer im Segment der

Holzfaser-Dämmstoffe. STEICO ist als Systemanbieter für den ökologischen Hausbau

positioniert und bietet als branchenweit einziger Hersteller ein integriertes Holzbausystem an, bei dem sich Dämmstoffe und konstruktive Bauelemente ergänzen. Hierzu zählen flexible Holzfaser-Dämmstoffe, stabile Holzfaser-Dämmplatten, Holzfaser-Dämmplatten für die Fassadendämmung (Wärmedämm-Verbundsystem / WDVS), Dämmplatten mit aussteifender Wirkung, Einblasdämmung aus Holzfaser und Zellulose sowie Systemprodukte für die Dichtung der Gebäudehülle. Stegträger und Furnierschichtholz bilden die konstruktiven Bestandteile des Bausystems. Daneben stellt die STEICO Gruppe Natural Fiber Boards (Hartfaserplatten) her und ist im Holz-Großhandel aktiv. In Großbritannien gehören zusätzlich noch Produkte für Decken- bzw. Bodenkonstruktionen

zum Handelssortiment.


22.10.2018 | Nach starkem dritten Quartal mit sehr guten Aussichten für 2019

Steico hat vergangenen Mittwoch Zahlen für die ersten 9 Monate 2018 bzw. das dritte Quartal veröffentlicht. So konnte der Umsatz bis September um 8,3% auf 187,7 Mio. € gesteigert werden. Im dritten Quartal konnte nach einem schwächeren Wachstum von 5,3% im zweiten Quartal mit 10,5% wieder ein höheres Wachstum erreicht werden. Auch wenn Steico auf Quartalsbasis zu Q1 und Q3 keine genauen Details zu den Segmenten veröffentlicht, dürfte die stärkere Dynamik in Q3 wieder auf höhere Umsätze im Bereich Stegträger zurückzuführen sein. So berichtet Steico wieder von Wachstum in Großbritannien, dem wichtigsten Absatzmarkt für Stegträger. Zurückzuführen sein dürfte dies auch auf den Umstand, dass das Pfund gegenüber dem Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal nicht weiter gefallen ist. Für das Schlussquartal rechnet das Unternehmen vorbehaltlich eines vorzeitigen Wintereinbruchs mit einer Fortsetzung des Wachstums.

 

Das Ergebnis konnte unverändert überproportional gesteigert werden. So erhöhte sich das EBITDA in den ersten 9 Monaten um 18,5% auf 33,3 Mio. €, im dritten Quartal um 23,0% auf 11,9 Mio. €. Das EBIT konnte sich aufgrund leicht unterproportional gestiegenen Abschreibungen um 19,5% auf 19,6 Mio. € respektive 23,3% auf 7,2 Mio. € erhöhen. Auch für das Gesamtjahr erwartet das Management unverändert einen überproportionalen Ergebnisanstieg bei einem Wachstum im oberen einstelligen Prozentbereich.

 

Im dritten Quartal hat ein kleinerer Mitbewerber angekündigt den Betrieb zum Jahresende einzustellen, sodass sich die Marktkonsolidierung weiter fortsetzt. Dazu hat man in Polen aus einer Insolvenz eine Fertigungslinie für die Herstellung von Wand-, Dach- und Deckenelementen in Holzbauweise für 1,4 Mio. € erwerben können. Der Preis liegt damit deutlich unterhalb einer neuwertigen Anlage. Zudem sei der Produktionsstart der neuen Anlage für stabile Holzfaser-Dämmstoffe im Trockenverfahren in Q3 planmäßig angelaufen. Der Produktionsstart für flexible Holzfaser-Dämmstoffe ist ebenfalls erfolgt, wenngleich noch abschließende Optimierungen in Q4 nötig seien. Mit Blick auf den 100% der zweiten Produktionsanlage für Furnierschichtholzanlage konnte dieser beim überwiegenden Teil der Anlagenteile erfolgen. Die Abnahme einzelner Komponenten stehe jedoch noch aus. Dennoch können die Produktionsmengen kontinuierlich gesteigert werden.

 

Im Gespräch auf der m:Access Konferenz am Donnerstag betonte Finanzvorstand Herr Meyer auch nochmals, dass für 2019 noch reichlich Kapazitäten - sowohl im Bereich Dämmstoffe als auch bei Furnierschichtholz - verfügbar seien. Ich schätze, dass die neue Furnierschichtholzanlage zum Jahresende erst zwischen 30-40% ausgelastet sein wird, wodurch sich deutliches Potenzial für 2019 ergibt.  Daher hat das Management mit Vorlage der Q3-Zahlen auch für 2019 ein anhaltendes Umsatz- und Ergebniswachstum in Aussicht gestellt und erwartet deutlich steigende Produktionsmengen von Furnierschichtholz. Durch den unterproportionalen Materialeinsatz sowie dem zu erwartenden unterproportionalen Anstieg des Personalaufwands - der Großteil der Mitarbeiter dürfte bereits eingestellt sein - ist auch für 2019 mit einem zweistelligen Ergebniszuwachs zu rechnen. Da Steico auf der Kostenseite erhöhte Bezugspreise zu verzeichnen hat, erachte ich auch eine erneute Preiserhöhung im kommenden Jahr als realistisch. Hier kommt Steico auch zugute, dass die Wettbewerber offenbar über keine verfügbaren Kapazitäten mehr verfügen. Da sich im Jahr 2019 mit Blick auf das Jahr 2020 die Produktionsmengen langsam der Kapazitätsgrenze nähern und Steico für größere Investitionen entsprechende Vorlaufzeiten (mind. 12 Monate) benötigt, erwarte ich für das kommende Jahr wieder die Bekanntgabe einer größeren Investition. Am polnischen Standort bestehen hierzu noch Flächen die dafür genutzt werden können. Herr Meyer zeigte sich auch optimistisch, dass nach der Eigenkapitalmaßnahme im September 2017 noch Spielraum auf der FK-Seite besteht.

 

 

Ich habe im Zuge der Q3-Zahlen meine Schätzungen bei Umsatz und Ergebnis leicht adjustiert. Für das Kursziel von 32,00€ ergeben sich dadurch jedoch keine Auswirkungen. 


11.09.2018 | Höhere Umsatzqualität zum Halbjahr

Steico hatte im Juli die Zahlen für die erste Jahreshälfte 2018 veröffentlicht. So stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 7,2% auf 122,8 Mio. € an. Maßgeblicher Wachstumstreiber waren dabei weiterhin die Bereiche ökologische Dämmstoffe (+7,7%) sowie Furnierschichtholz (-20,0%), während der Bereich Stegträger aufgrund von Wechselkurseffekten beim Pfund ggü. dem Euro der Umsatz mit 7,0% rückläufig war. Nimmt man jedoch die Bereiche Stegträger und Furnierschichtholz zusammen, da Furnierschichtholz einerseits an Dritte verkauft wird, anderseits auch als Komponente für Stegträger dient, konnten die Umsätze um 16,0% gesteigert werden. Dazu hatte sich nach einem Wachstum von 9,2% in Q1 die Dynamik auf 5,3% verlangsamt. Zwar hatte bereits im Auftaktquartal der lange Winter in Großbritannien die dortige Bautätigkeit gebremst und für einen geringeren Umsatzanstieg bei Steico geführt. Im zweiten Quartal hatte sich nun der Absatz bei Handelsware nach Großbritannien deutlich reduziert, nachdem Steico diese bislang mit angeboten hatte, um den dortigen Kunden ein Komplettangebot zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der Pfundentwicklung hätte das Unternehmen jedoch die Preise für diese Materialien erhöhen müssen, sodass die Kunden diesen Teil, der zudem recht margenschwach ist, nun bei anderen Unternehmen zukaufen. Dazu hatte es weiterhin negative Effekte auf der Währungsseite gegeben, die auch trotz Preiserhöhungen nicht vollständig kompensiert werden konnten.

 

Sehr erfreulich hat sich dagegen das Ergebnis entwickelt. Nach einem lediglich moderaten Anstieg von 4,4% beim EBIT in Q1 aufgrund von erhöhten Abschreibungen (EBITDA +11,8%), nahm die Dynamik in Q2 deutlich zu. Im Jahresabschnitt April bis Juni konnte folglich ein EBIT-Plus von 27,5% (EBITDA +19,9%) erreicht werden, sodass zum Halbjahr ein um 17,4% erhöhtes EBIT und um 16,1% erhöhtes EBITDA zu Buche stand. Hierbei zeigt sich auch die verbesserte Rohertragsmarge, die aufgrund des reduzierten Handelsgeschäfts nach 45,6% in Q1 auf 48,9% in Q2 deutlich anstieg und damit wesentlicher Ergebnistreiber gewesen sein dürfte. Nachdem bislang noch für die erste Jahreshälfte der 100% Test der neuen Furnierschichtholzanlage geplant war, verschiebt sich dieser laut Unternehmensangaben nun an das Ende des dritten Quartals, sodass dieser zeitnah abgeschlossen sein dürfte. Dann kann Steico sowohl die gewünschten Mengen als auch Produkte produzieren. Zudem laufen noch zwei Anlageninvestitionen im Bereich Dämmstoffe sowie laufende kleinere Investitionen, die zur Kapazitätserweiterung dienen. Größere Investitionen erscheinen aus heutiger Sicht erst im kommenden Jahr realistisch. Aufgrund der geringeren Umsatzdynamik in Q2 hat der Vorstand jedoch im Zuge der Halbjahreszahlen die Umsatzprognose reduziert. Nachdem bislang von einem Wachstum von rund 15% auf 265 Mio. € gerechnet hat, wird nun nur noch eine Umsatzsteigerung im oberen einstelligen Prozentbereich erwartet. Für das Ergebnis wird dagegen weiterhin ein überproportionaler Anstieg erwartet.

 

Ich habe daher ebenfalls meine Umsatzschätzungen an die neue Prognose angepasst und rechne nun mit einem Anstieg von 8,6% auf 250,2 Mio. €, sowie einer EBITDA-Verbesserung von 19,3% auf 45,2 Mio. € bzw. einer Steigerung beim EBIT von 19,1% auf 26,2 Mio. €. Für das kommende Jahr sollte sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Ergebnisseite durch die nochmals erhöhten Kapazitäten im Bereich Dämmstoffe sowie aus der Furnierschichtholzanlage mit entsprechenden Synergieeffekten in der Produktion und einem geringeren Mitarbeiterwachstum mit ähnlichen Zuwachsraten zu rechnen sein. Im Zuge dessen reduziert sich mein Kursziel leicht von bisher 33,00€ auf nunmehr 32,00€ und bietet damit weiterhin ein Kurspotenzial von knapp 35%.


17.08.2018 | gemischte Halbjahreszahlen, EBITDA-Marge erreicht neuen höchstwert

Steico hat Mitte Juli Zahlen für die ersten 6 Monate 2018 berichtet. So stieg der Umsatz im Berichtszeitraum um 7,2% auf 122,8 Mio. €, im zweiten Quartal wurde mit 5,3% jedoch eine geringere Umsatzdynamik verbucht. Umsatztreiber waren weiterhin die Bereiche ökologische Dämmstoffe (+7,7%) sowie Furnierschichtholz (+60,0%), während das Segment Stegträger einen Umsatzrückgang von 7% zu verzeichnen hatte. Dies ist insbesondere auf das Geschäft in Großbritannien zurückzuführen. So war das Land in diesem Jahr einerseits einem harten Winter ausgesetzt, welcher die Baukonjunktur bremste. Zum anderen wirkte sich die Entwicklung des britischen Pfunds ggü. dem Euro negativ aus. Dies hatte auch zur Folge, dass der Vorstand seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr reduzieren musste. War bislang von einem Umsatzplus von 15% ausgegangen, wird nun nur noch ein Anstieg im oberen einstelligen Prozentbereich erwartet. Andererseits entwickelte sich die Profitabilität weiter sehr gut. So konnte das EBITDA im ersten Halbjahr um 16,1% auf 21,4 Mio. € gesteigert werden, im zweiten Quartal konnte sogar ein Anstieg um 19,9% auf 11,9 Mio. € erreicht werden. Dadurch stieg die EBITDA-Marge in Q2 auf 18,7% (6M: 17,4%), nach 16,1% in Q1 und 16,5% im Vorjahr. Positiv hat sich hierbei insbesondere die Inbetriebnahme der neuen Furnierschichtholzanlage in Polen ausgewirkt. Zwar steht der 100% Test noch aus, dennoch konnte die neue Anlage bereits positiv zu Umsatz und Ergebnis beitragen. Für 2018 rechnet das Management mit einem überproportionalen Anstieg beim Ergebnis. Weitere positive Ergebniseffekte dürfte Steico im kommenden Jahr verzeichnen. Auch wenn ich meine Umsatzerwartungen für 2018 etwas reduzieren werden muss, dürfte die höhere Profitabilität dies wieder ausgleichen, sodass ich keine nennenswerten Auswirkungen auf mein Kursziel von derzeit 33,00€ erwarte.


11.06.2018 | Aktie bietet weiter Potenzial

Steico hatte Ende April den Geschäftsbericht für 2017 veröffentlicht und zugleich auch Zahlen für das erste Quartal 2018 bekannt gegeben. So stieg in 2017 der Umsatz um 10,2% auf 230,3 Mio. € und lag damit nur leicht unter dem von mir erwarteten Wert von 232,2 Mio. €. Treiber dieser Entwicklung waren weiterhin steigende Umsätze im Bereich Dämmstoffe (+13,5%) und Furnierschichtholz (+41,6%). Der zweitgrößte Bereich Stegträge verzeichnete ein leichtes Umsatzminus von 3,9% aufgrund von Wechselkurseffekten des britischen Pfunds. Das operative Ergebnis konnte sich erneut überproportional verbessern. So stieg das EBITDA um 14,1% auf 37,9 Mio. € (erwartet: 36,4) und das EBIT um 20,2% auf 22,0 Mio. € (erwartet: 20,9), das Ergebnis je Aktie konnte auf 1,08€ verbessert werden. Die Dividende soll 0,21€ je Aktie betragen und damit mehr als die 18 Cent im Vorjahr die ich aufgrund der hohen Investitionen auch für 2017 erneut erwartet hatte.

 

Für 2018 rechnete das Unternehmen Anfang Februar bei Bekanntgebe der vorläufigen Zahlen mit einem Wachstum von rund 15% auf 265 Mio. € und einer verbesserten, mindestens aber auf Vorjahr liegenden Marge. Mit Veröffentlichung des Geschäftsberichtes wurde die Ergebnisprognose nun auf einen Anstieg im oberen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich angepasst. Dies ist gegebenenfalls auf das verhaltene erste Quartal zurückzuführen. In den ersten drei Monaten stieg der Umsatz um 9,2%, das EBITDA um 11,8% zwar leicht überproportional, das EBIT aufgrund von deutlich gestiegenen Abschreibungen jedoch nur um 4,4%. Das unter der Jahresprognose liegende Wachstum sei vor allem auf den witterungsschwachen Geschäftsverlauf in Großbritannien zurückzuführen gewesen. Ab dem zweiten Quartal wird daher mit einem anziehen der Umsatzdynamik gerechnet. Auch in 2018 wird der Bereich Dämmstoffe dabei ein wesentlicher Wachstumstreiber sein. Aber auch der Bereich Furnierschichtholz, der eng mit dem Bereich Stegträger verzahnt ist, sollte weiter wachsen. 2017 wurden von den nun bestehenden Produktionskapazitäten i.H.v. 160.000cbm 79.306cbm nur genutzt, sodass die nun fertig gestellte zweite Ausbaustufe noch komplett zur Verfügung steht. In meinen Schätzungen habe ich eine Nutzung dieser Kapazitäten insbesondere für 2018 & 2019 unterstellt. Im Juni nun erwartet das Unternehmen den 100% Test abschließen zu können um dann die Kapazitäten nach eigenen Wünschen nutzen zu können. Neben dem weiteren Wachstum sollte sich auch die Marge weiter verbessern, durch eine effizientere Nutzung beider Linien. Neben den Investitionen im Bereich Furnierschichtholz investiert Steico auch weiter im Bereich Dämmstoffe in neue Maschinen bzw. Kapazitäten. Zudem werden weitere Investitionen evaluiert. Hierbei stehen neben weiteren Kapazitätserweiterungen auch Akquisitionen zur Option.

 

Ich habe daher im Zuge der Vorlage der Zahlen meine Schätzungen leicht angepasst. Beim Umsatz erwarte ich einen Anstieg um 14,6% auf 264 Mio. €, während ich für das EBITDA ein Plus von 16,3% und für das EBIT von 10,8% erwarte. Für 2019/20 erwarte ich einen weiteren Umsatzanstieg um 9,1%/5,5% bzw. Ergebnisanstieg von 16,9%/9,3% respektive 25,7%/12,4%. Der höhere Anstieg beim EBIT ab 2019 ist auf aus heutiger Sicht dann wieder deutlich unterproportionaler ansteigende Abschreibungen zurückzuführen. Insgesamt bleibt mein Kursziel nach den leichten Anpassungen und der Bewertung nun auf Basis des Jahres 2018 unverändert bei 33,00€.


02.05.2018 | solider Jahresauftakt

Steico hat vergangenen Donnerstag Zahlen für das erste Quartal 2018 veröffentlicht. So stieg der Umsatz weiter um 9,2% auf 59,2 Mio. € getrieben durch Umsatzsteigerungen mit Dämmstoffen und im Bereich Furnierschichtholz. Positiv ist dazu, dass das Rohergebnis mit 12,3% leicht überproportional gesteigert werden konnte, wodurch sich die positiven Effekte aus der Produktion von Furnierschichtholz auf eigenen Anlagen widerspiegeln. Dennoch konnte das EBITDA lediglich um 11,8% auf 9,5 Mio. € gesteigert werden, das EBIT war aufgrund deutlich höherer Abschreibungen nur um 4,4% auf 4,8 Mio. € gestiegen. Das Management betont aber zugleich, dass das erste Quartal insbesondere aufgrund von Witterungsbedingungen, allen Voran im wichtigen Absatzmarkt Großbritannien negativ geprägt gewesen sei und daher nicht als Maßstab für das Gesamtjahr gesehen werden darf. Daher bestätigte das Unternehmen den Umsatzausblick von ca. 15%, ist beim Ergebnis nun aber etwas zurückhaltender. Nachdem zuletzt eine Marge oberhalb von 2017 bzw. mindestens auf Vorjahresniveau in Aussicht gestellt worden war, wird nun ein Anstieg im oberen einstelligen Bereich bis niedrigen zweistelligen Bereich erwartet. Worauf dies zurückzuführen ist, werde ich nach Rücksprache mit dem Unternehmen klären. Solange bleibt mein Kursziel von 33,00€ sowie meine Schätzungen unverändert, wenngleich sich insbesondere beim Ergebnis meine Erwartungen als etwas zu optimistisch darstellen könnten.


06.02.2018 | Optimistischer Blick auf 2018

Steico hat gestern Abend vorläufige Zahlen für 2017 veröffentlicht. So konnte der Umsatz um 10,2% auf 230,3 Mio. € (LSe: 232,2) gesteigert werden. Im vierten Quartal wurde ein Wachstum von 10,0% auf 57,0 Mio. € (LSe: 58,9) verzeichnet. Insbesondere durch ein sehr gutes Ergebnis im vierten Quartal konnte ein überproportionaler Ergebnisanstieg verzeichnet werden. So stieg das EBITDA in Q4 um 34,5% auf 9,6 Mio. € (LSe: 8,3) und das EBIT noch deutlicher um 49,5% auf 5,4 Mio. € (LSe: 4,5), sodass auf Gesamtjahressicht ein Plus von 13,4% auf 37,7 Mio. € beim EBITDA (LSe: 36,4) und von 19,1% auf 21,8 Mio. € (LSe: 21,9) beim EBIT resultiert. Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung war die nach wie vor gute Baukonjunktur in vielen europäischen Märkten, die zu einer hohen Anlagenauslastung und damit verbundenen Skaleneffekten geführt hat. Hierbei konnten allen Voran die Produktionsanlagen für Dämmstoffe und Furnierschichtholz mit sehr hoher Auslastung betrieben werden. Die zweite Furnierschichtholzanlage konnte nun im vierten Quartal und damit deutlich früher als geplant (1. Halbjahr 2018) in Betrieb genommen werden. Hier erwartet sich das Management für das Jahr 2018 entsprechend positive Umsatz- und Ergebnisimpulse. Aber auch bei den ökologischen Dämmstoffen sollen die Kapazitäten weiter ausgebaut werden, um der unverändert hohen Nachfrage nachzukommen. Daher rechnet das Unternehmen insgesamt mit einem Wachstum von ca. 15%, woraus sich ein Umsatz von 264,8 Mio. € ergibt, der leicht unterhalb meiner zuletzt angehobenen Prognose von 269,4 Mio. liegt. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass das Management hier auch etwas vorsichtig kalkuliert hat. Für das Ergebnis wird mit ähnlichen bis leicht verbesserten Ertragsquoten gerechnet. Aufgrund der vorgelegten Zahlen für 2017 die insbesondere beim Ergebnis oberhalb meiner Erwartungen lagen und dem wie erwartet positiven Ausblick für 2018, bestätige ich meine Schätzungen und mein Kursziel von 33,00€. Mit Vorlage des Geschäftsberichts Ende April werde ich mein Modell dann entsprechend überarbeiten, wenngleich ich mit keinen nennenswerten Anpassungen rechne.


21.01.2018 | Perspektiven werden unterschätzt

Steico hat bereits im November den 80% Test für die zweite Ausbaustufe der Furnierschichtholzanlage in Polen bekannt gegeben und liegt daher deutlich vor dem Zeitplan. Dies sollte in 2018 zu deutlichen Umsatzzuwächsen führen. Der Ausblick im Zuge der vorläufigen Zahlen für 2017 Anfang Februar sollte dies bestätigen.

 

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